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Test: Olympus Eye-Trek FMD-200 News

Test: Olympus Eye-Trek FMD-200
Schon seit einiger Zeit geistert der Begriff der Video- oder 3D-Brillen durch die Lande, meist in Verbindung gebracht mit Computerspielen. Die Geräte der ersten Generation für den Heimeinsatz taugten wenig, nun hat aber Olympus mit der Eye-Trek eine Allroundbrille vorgelegt. Geeignet ist sie für den Einsatz mit Fernseher, Videorekorder, DVD-Spieler, Camcorder, PC oder Spielekonsole (für die PS2 gibt es auch eine sehr teure Spezialbrille).
Wir haben uns für unseren Test die FMD-200 ausgesucht, die preiswerteste aus dem Sortiment. Trotzdem schlägt der Preis (unverbindliche Herstellerempfehlung) mit 1500,-DM zu Buche, die zusätzliche Cordless TV Funkübertragung kostet nochmal 600,-DM. Im Bundle sind die beiden Geräte aber billiger zu haben und der tatsächliche Marktpreis liegt auch tiefer.

Erster Eindruck
Nun ist man bei einem so teuren Gerät erstmal recht skeptisch. Da hat man eine kleine Brille vor sich liegen und viele, viele Kabel. Leider ist die Bedienungsanleitung nicht wirklich eine Hilfe, bei diesem Preis hätte Olympus sich durchaus mehr Mühe geben können und nicht nur so ein dünnes Heftchen beilegen sollen.
Wenn man sich dann mal mit allen Anschlüssen zurecht gefunden hat kann es endlich losgehen. Wir haben direkt auch das Cordless TV Gerät angeschlossen, denn mit einem 1,5 Meter Kabel an den Bildschirm gebunden zu sein macht keinen Spass. Die Brille verfügt über zwei 180.000 Pixel TFT-LCD Displays, der Ton kommt über zwei normale Ohrhörer.

Bildqualität / Soundqualität
Bei der Bildqualität haben wir sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Hat man die Brille direkt mit der Bildquelle verbunden, so war das Bild einwandfrei und scharf. Ein starker Qualitätverlust ergibt sich allerdings bei der Funkübertragung. Sehr viel Acht muss man hier auf die Ausrichtung der Atenne legen, sonst ist schon bei einer 90 Grad Kopfdrehung das Bild voller Schnee und der Ton besteht nur noch aus Rauschen. Dieser ist übrigens so, wie man ihn über zwei Ohrhörer erwarten kann.

Praxis
So modern eine Videobrille auch sein mag, in der Praxis ist sie alles andere als modern. Wie schon erwähnt ergibt sich das Problem mit dem ersten Anschluss. Dann gibt es aber noch einen zweiten Harken. Die Cordless TV Funkübertragung gewährt zwar eine Reichweite von 50 Metern im Freien, doch wie will man das ausnutzen, wenn man an eine Stromquelle gebunden ist. So muss immer eine Steckdose in der Nähe sein. Eine Fernbedienung ist mitgeliefert, aber keine Akkus für die Geräte. Diese muss man dann noch dazu kaufen, bei dem Preis hätte sie Olympus eigentlich direkt beilegen können, weil auch nur so Cordless TV wirklich Sinn macht. Freies Bewegen ist aber auch dann nicht ganz garantiert. Denn was soll man mit dem großen Empfänger machen, in die Hosentasche passt er nicht.
Jetzt aber endlich zum Betrieb. Als erstes muss man ein Passwort über das Bildschirmmenü eingeben. Völliger Quatsch ist das, wenn man Fernsehgucken möchte muss ich ja auch nicht beim Einschalten ein Passwort eingeben. Im Menü lassen sich zudem auch Einstellungen wie Schärfe und Helligkeit regeln.
In den Videorekorder dann einen einen Actionfilm geschoben und... wir sind zum ersten Mal beeindruckt. Durch den nahen Abstand des Displays zu den Augen ergibt sich ein Effekt wie auf einer Großleinwand. Aber Achtung, das funktioniert nur in einem kompletten dunklen Raum, sonst wird man zu sehr durch das seitlich einströmende Licht abgelenkt.
Nach 2 1/2 Stunden schaltet sich die Brille automatisch ab. Dann spürt man aber auch schon das Gewicht des eigentlich nur 85g schweren Gerätes im Gesicht und findet deutliche Abdrücke über der Nase.

Fazit
Irgendwann werden sich Videobrillen bestimmt durchsetzen, zur Zeit sind sie auch aufgrund des Preises aber noch Spielerei.

Bewertung  
Verarbeitung 2,0
Bildqualität 4,0
Tonqualität 3,5
Bedienung 4,5
Preis/Leistung 5,0

Weitere Infos auf www.eye-trek.de

 

 

Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Olympus

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