Test:
Umax AstraCam 1800 Bekannt geworden ist Umax vor allem durch seine erfolgreiche
Astra Scanner Serie, seit einiger Zeit betätigt sich die Firma
jetzt auch im Gebiet der Digital Kameras. Im Herbst 2000 wurde die
neueste Kamera aus dem Hause Umax vorgestellt, die sich preislich
im unteren Segment einordnet und sich damit vor allem an Einsteiger
richtet.
Trotzdem kann sich die Ausstattung im Vergleich mit anderen Kameras
dieser Preisgruppe durchaus sehen lassen. Die AstraCam 1800 liefert
mit 1,3 Mega Pixeln eine Auslösung von 1280x960 (simuliert
1600x1200) und ist mit einer 4 MB SmartMedia-Karte ausgerüstet,
auf die maximal 50 Bilder passen. Wem das nicht reicht, der kann
die Kamera auch mit 32 MB Karten nachrüsten. Die Übertragung
der Bilder auf den PC erfolgt per mitgeliefertem USB-Kabel, alternativ
können die Bilder auch auf dem Fernseher betrachtet werden,
das Kabel dafür liegt auch bei.
Die Bedienung gestaltet sich recht einfach. Neben dem Auslöser
finden sich auf der Rückseite noch drei Tasten, über welche
die Blitzautomatik eingestellt wird, die Bildqualität in drei
Stufen geregelt wird und einzelne Bilder gelöscht werden können.
Die Einstellungen werden dabei auf einem kleinen LCD-Display dargestellt.
Erster
Eindruck
Auffallend an der AstraCam ist sicherlich das außergewöhnliche,
spacige Design. Durch die Hochkant Form liegt die Kamera aber gut
in der Hand. Die Verarbeitung ist solide, alle Anschlüsse sind
fest eingebaut, trotzdem macht die Kamera aber wahrscheinlich auch
durch ihr leichtes Gewicht nicht den stabilsten Eindruck. Für
den niedrigen Preis geht das aber in Ordnung.
Die erste Inbetriebnahme stellt sich sehr einfach dar, und man kann
mit etwas Vorkenntnis auf das übersichtliche, deutsche Handbuch
verzichten. Die Einstellungen auf der Rückseite lassen sich
ohne Probleme und selbstklärend bedienen - und dann nur noch
den Auslöser drücken und fertig. Die Übertragung
der Bilder auf TV oder PC ist ähnlich einfach, nur das Kabel
einstecken. Allerdings ist der Fernseher eher als Gag geeignet,
um die Photos mal schnell Freunden oder der Oma zu zeigen, denn
die Darstellung ist recht unscharf.
Software
Damit die Weiterverarbeitung auf dem PC auch richtig klappt, liegt
genügend Software bei. Das Umax Photostudio startet automatisch
beim Anschluss der Kamera an den PC und lädt je nach Wunsch
die Thumbnails oder direkt die ganzen Bilder von der Kamera. Außerdem
können hier leicht einzelne Bilder auf der SmartMedia-Karte
gelöscht werden.
Wer kein eigenes Bildbearbeitungsprogramm besitzt kann Presto! Mr.
Photo nutzen. Hier lassen sich die Bilder leicht verwalten, Farbtöne
kann man korrigieren und Diashows erstellen, die dann als unabhängige
Datei per email verschickt werden können. Für die privaten
Bereich sind diese Optionen ohne Frage ausreichend. Zudem liegt
auch Vista Shuttle bei, mit dem man seine Bilder in Screen Saver,
Wallpapers oder Grußkarten verwandeln kann. Von Adobe kommt
dazu noch PhotoDeluxe 4.0 als Beigabe. Der private Einsteiger in
die digitale Photographie, der mit dieser Kamera angesprochen wird,
dürfte somit vollkommen eingedeckt sein.
Bildqualität Positiv überrascht waren wir von der klaren Auflösung
der Kamera. Unter normalen Lichtbedingungen lieferte die Kamera
auch in der niedrigen Auflösung von 640x480 gute, scharfe Bilder.
Der Unterschied zu 1280x960 und 1600x1200 (interpoliert) wird nur
selten deutlich, sodass man ruhig auf die speichersparende Auflösung
zurückgreifen kann. Denn in der höchsten Auflösung
lassen sich bei der mitgelieferten Karte nur 10 Bilder speichern.
Probleme zeigen sich erst bei erschwerten Lichtbedingungen. Vor
allem Landschaftsaufnahmen werden recht unscharf, da der Blitz nur
im Nahbereich gut arbeitet. So lassen sich aber auch vor allem für
Portrait-Aufnahmen gute Ergebnisse erzielen, auch im Dunkeln oder
bei Disco-Licht. Insgesamt kann man sagen, dass die Bildqualität
für ihren Zweck wirklich ausreichend ist, soll heissen für
Internet und Schnappschüsse. Professionelle Aufnahmen lassen
sich natürlich nicht erzielen.
Praxis Nachdem der erste Eindruck sehr positiv ausfiel, sollte die
Kamera auch in der Praxis getestet werden. In jedem Fall ließ
sich die AstraCam leicht überall mitnehmen, weil sie aufgrund
ihrer Abmessungen in jede Jackentasche passt. Betrieben wird die
Kamera mit zwei Mignon Batterien, die für unsere Testdauer
standhielten. Weniger positiv endete dann aber unser Praxis-Test.
Probleme zeigten sich nämlich bei der Stromversorgung im Blitzbetrieb
(auch bei Automatik). Die AstraCam hatte hier nämlich die unangenehme
Eigenschaft, sich immer wieder auszuschalten, was bei einer Aufnahme
Session zu einer sehr nervigen Tortur geriet, da man auch nicht
bemerkt, wenn sich die Kamera abstellt, wenn man durch den Sucher
schaut. Die Gründe für diesen Fehler konnten wir nicht
feststellen, die Batterien zeigten jedenfalls volle Energie an.
Fazit Insgesamt
hätte die Kamera einen überzeugenden Eindruck gemacht,
wäre dieser eklatante Fehler im Praxis-Betrieb nicht aufgetreten.
Wir können an dieser Stelle leider nicht sagen, ob dieser Fehler
nur bei unserem Exemplar auftrat. Ansonsten ist die AstraCam aber
sehr empfehlenswert und eignet sich für alle Einsteiger, die
nicht viel Geld ausgeben wollen und Photos für die Familienfeier
oder die Homepage brauchen.