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Vampire: Die Maskerade - PC CD-ROM


Hersteller:

Activison
Genre:
Action Rollenspiel
Besonderheiten:
Spielt im Mittelalter und in der Gegenwart

Handlung
Du startest als Kreuzritter in einem Kloster im mittelalterlichen Prag. Nachdem du einigen Kreaturen das Schwert gezeigt hast, wirst du selber zum Vampir gebissen und kämpfst von nun an auf der Seite eines Vampir Clans, immer auf der Suche deine Menschlichkeit wiederzuerringen und deine Liebe Anezka zu befreien.

Gafik
Einiges an Power sollte schon in deinem PC sitzen, um das Spiel mit allen Details und hoher Auflösung zu genießen. Dann erwartet dich aber auch ein richtiges Grafikfeuerwerk. Alle Gebäude und Figuren sind wirklich bis in Details ausgearbeitet und richtig imposant. Je nach Situation fehlt auch der Regen nicht. Die Animationen bei den Kämpfen sind einfach perfekt, besonders wenn du Waffen wie den Flammenwerfer oder besondere Zaubersprüche benutzt. Am coolsten kommen dabei die ganzen Lichteffekte, wie auch Blitz. Ein dicken Minuspunkt gibt es aber für die mangelhafte Abstimmung, wieso steht man manchmal mitten in einer Wand oder durchbohrt mit seiner Waffe die Gefährten. Richtig nervig ist vor allem, dass man andauernd an irgendwelche Ecken hängenbleibt. Ansonsten macht es aber einfach Spaß die Landschaft aus der 3D Perspektive anzugucken, oder aus der einschaltbaren "Ich" Perspektive einen 360 Grad Blick zu wagen.

Sound
Auch der Sound ist erstklassig. Kein Wunder, denn sämtliche Dateien sind als MP3's abgelegt. Die Musik ist jederzeit stimmungsvoll und nie nervig und besonders die Hintergrund Geräuschkulisse ist gelungen. Die deutsche Sprachversion geht auch in Ordnung, ist aber manchmal bei Dialogen zu lang geraten.

Gameplay
Du startest wie bei einem klassischen Rollenspiel ohne Waffen und Ausrüstung in einem Konvent in Prag. Dort lernst du Anezka kennen, die dich das ganze Spiel lang verfolgen wird. Am Anfang geht es darum, in Dungeons und in den Straßen Prags Vampire und Monster zu beseitigen. Dabei findest sowohl Waffen als auch Ausrüstungsgegenstände. Ausstatten kannst du dich mit Schwertern, Lanzen oder Schußwaffen, zu deinem Schutz gibt es Panzerungen und Schilde. Was du nicht findest kannst du dir in einem Laden, den es in jeder Stadt gibt, kaufen. Nachdem du deinen ersten Auftrag erledigt hast und die Vampire in einem Dungeon getötet, wird ein Vampir Clan auf dich aufmerksam und macht dich zu den seinigen.
Von da an geht das Spiel richtig los. Neben deinem Balken für die Lebensenergie, gibt es nun auch den Blutbalken. Mit frischem Blut kannst du dich entweder durch Vitae Flaschen versorgen, oder du saugst einen der in der Stadt rumlaufenden Bürger aus, du darfst dich nur nicht von den Wachen (oder später der Polizei) erwischen lassen. Außerdem kannst du jetzt auf Zaubersprüche zugreifen, von denen du im Laufe des Spieles immer mehr lernst. Jeden Zauberspruch kann man in 5 verschieden guten Stufen ausüben, um so mehr Erfahrungspunkte du sammelst, um so schneller kannst du deine Fähigkeiten ausbauen. Um so länger kannst du dann als Nebelgestalt unsichtbar bleiben, als Wolf rumrennen oder den Gegner einfrieren. Andererseits kannst du deine Erfahrungspunkte auch dazu verwenden, Eigenschaften wie Köperkraft oder Geschick zu verbessern.
Damit man nicht ganz alleine gegen all die Gegner kämpfen muss, hat man bald die Möglichkeit, sich Gefährten anschließen zu lassen. Vermittelt wird dies und neue Aufträge durch die zahlreichen Zwischensequenzen und Dialoge, wo man zwischen verschiedenen Antworten wählen muss. Nach und nach entwickelt sich so die Story, und man versucht Anezka zu finden. Mit der Zeit öffnen sich so immer mehr Schauplätze in der Stadt. Das meiste spielt dabei aber in Dungeons ab, in den Städten läuft man eher nur herum. Viel los ist in Strassen auch nicht, nur einige Häuser sind zu betreten, und den meisten Personen kann man nur das Blut aussaugen. Dabei sollte man aber aufpassen, sich nicht von den starken Wachen erwischen zu lassen, oder zuviel Blut abzuzapfen, denn dann verliert unser Held Christoph an Menschlichkeit, die er eigentlich wieder zurückerringen will. Die eigenen Gefährten werden dabei vom Computer gesteuert, wenn auch mehr schlecht als recht. Einstellen muss man nur den Modus, in dem sie sich verhalten sollen, zurückhaltend, neutral oder agressiv, außerdem muss man dafür sorgen, dass sie ordentlich mit Waffen ausgestattet werden. Selbstverständlich kann man auch selber in die Rolle der anderen schlüpfen, dann wird Chrsitoph vom Computer gesteuert. Dieser wendet dann in den Kämpfen selbstständig Zaubersprüche an und greift an. Neben der Auswahl und der Qual der Wahl an den Sprüchen hat man aber nicht viel Optionen beim Kämpfen. Einzig die Position spielt eine Rolle, ansonsten muss man einfach nur auf den Gegner klicken.
Mit der Zeit gehts so weiter nach Wien, das im Grunde im Prag gleicht, nur die Häuser und Personen sehen halt anders aus. Witzig gemacht sind auf jeden Fall die ganzen Kommentare bei den Dialogen, die einen großen Teil des Spiels ausmachen. Hier steht man nun auch schon bei der Wendung des Spiels, bei einem Endkampf bricht die Höhle zusammen und man wird verschüttet, danach wacht man dann wieder im Jahre 1999 in London auf. In der neuen Welt muss man sich erstmal zurechtfinden, vor allem mit den neuen Waffen, ob Bleirohr, Pistole oder Schrotflinte, Problem ist nur, dass die Munition extrem knapp wird, was verhindert, dass Vampire zu einem Ballerspiel wird. Bald knüpft man in London wieder an die Story an und auf der Suche nach Anezka geht es weiter nach New York, wo man sich endlich mit dem dicken Waffenarsenal, wie Flammenwerfer, Maschinengewehr oder Raketenwerfer ausstatten kann. Und so schreitet man langsam dem Endkampf entgegen. Während die Story aber ziemlich rollenspielbasiert ist und quasi den Weg vorgibt, sucht man andere Elemente wie Rätsel vergebens. Einziges Schwierigkeit ist sich Raum für Raum an den Monstern vorbeizukämpfen, nur ab und zu ist mal ein Schalter zu aktivieren.

Unsere Eindrücke
Vampire ist auf jeden Fall ein geniales Spiel geworden, dass auch vor allem innovativ ist und durch die Story glänzt. Zum Hit reicht es aber nicht. Das hat einmal Grafikfehler zum Grund, aufgrund derer man dauernd hängend bleibt, und die Problematik, dass man beim Kämpfen oder laufen mit der eigenen Gruppe dauernd mit der Maus rumscrollen muss, weil einem die eigenen Leute im Weg stehen, was mit der Zeit und in größeren Kämpfen richtig nervig ist. Ein bißchen Schade ist auch, dass der Ablauf in den Städten ziemlich linear ist und der Ablauf vorgegeben. Der einzige Unterschied zwischen New York oder Prag ist nur die Grafik. Daneben findet man überall genau einen Waffen- und einen Alchmieladen. Die Schlösser und Dungeons sind alle genau auf 4 Ebenen aufgebaut, so dass man immer weiß, wann einen der Endgegner erwartet. Und bei der großen Auswahl der Zaubersprüche fehlt einfach der Durchblick, eigentlich braucht man auch nur 3-4 der riesigen Auswahl. Gefährlich ist auch die automatische Speicherfunktion. Macht bloß nicht den Fehler, ein neues Spiel anzufangen, ist der andere Speicherplatz nämlich überschrieben. Trotzdem, Vampire macht richtig viel Spaß, ist sehr abwechslungsreich, fasziniert mit einer sehr guten Grafik und bietet einige Überraschungen. Besonders schön, dass es kein klassiches Happy End gibt, aber mehr wollen wir nicht verraten.

 

 


Der Blick von oben


Coole Spiegelffekte


Der Raketenwerfer sieht nett aus


Verbrennt den Alligator


Im Kampfgemetzel


Christoph will die Wahrheit wissen


Das Monster verspeist Christoph


Unser Liebling Anezka

 

 


Der Todesalb greift an


In London im Bordell


Die Schlange ist ein harter Brocken


Mach die Bullen fertig


Unser Nosferatu


Flammenwerfer vs. Spinnen


Gefahr naht auch von der Decke


Hier werden Leichen verarbeitet

 


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