Beschreibung
Zu Tomb Raider muss man wohl nicht mehr viel sagen. Mit Tomb Raider: Die
Chronik wird die Reihe nun abgeschlossen. Also das letzte Abenteuer mit
Lara Croft, die sich diesmal in 4 Episoden durch Rom, ein U-Boot, eine
Gespensterwelt und ein Hochhaus kämpfen muss. Auch im neuesten Teil
kommt es wieder auf Geschicklichkeit um sich rennend, springend, kletternd
und tauchend durch die verschiedenen Welten zu bewegen.
Graphik
Graphisch setzt man immer noch auf die gleiche Engine wie bei den vorigen
Teilen. Das heisst, dass man mittlweile bei anderen Spielen wesentlich
besseres geboten bekommt. Trotzdem kommen die Effekte immer noch gut rüber,
egal ob Lichteinflüsse oder Schnee. Störend wirkt teilweise
nur die etwas eckige Gestaltung von Gebäuden und die eintönige
Gestaltung der Texturen. Dafür wird zwischen den Leveln viel Abwechslung
in der Gestaltung geboten. Von Schächten, hohen Häusern, Wasser
bis zu Felsen ist alles dabei.
Sound
Zum Sound gibt es bei Tomb Raider nicht viel zu berichten. Die Musik steht
eher im Hintergrund, kommt aber in Gefahren- und Angriffssituation aber
immer den Adrenalin-Spiegel steigend zur Wirkung. Die Soundeffekte sind
auch alle sauber umgesetzt.
Gameplay
Neu ist Tomb Raider nicht mehr, aber trotzdem gibt es ein paar neue Funktionen.
Neben kleinen Änderungen im Waffenarsenal wurden vor allem die Sprungmoves
von Lara erweitert. Insgesamt steht einem so jetzt ein schon umfangreiches
Spektrum an ausführbaren Aktionen zur Verfügung, für die
es teilweise etwas Übung bedarf. Ebenfalls ist es sinnvoll, sich
erstmal damit vertraut zu machen. Denn nur so hat man später den
richtigen Überblick wie man an den richtigen Stellen weiterkommt.
Am Anfang stellt das Spiel keine hohen Anforderungen und man wird in der
Oper von Rom schrittweise an das Spiel herangeführt, so z.B. wie
man richtig über ein Seil balanciert. Auch an Feinden trifft man
auf keine harten Gegner, die Standard Pistolen mit unbegrenzter Munition
reichen völlig, sieht man von den späteren starken Zwischengegnern
ab. Stattdessen kommt es aber auf das richtige Timing beim Springen an.
Auch sollte man sich gut umsehen, um mögliche Geheimgänge und
nicht feste Mauerstücke zu entdecken.
Im
zweiten Level startet man auf einer U-Boot Basis und muss den richtigen
Weg zum U-Boot finden. Nach dem ziemlich einfach Rom Level steigt der
Schwierigkeitsgrad hier an, und muss verstärkt auch an seine Waffen
ran. Trotzdem liegt der Schwerpunkt noch in der Lösung von kniffligen
Probleme, wie dem Springen zur richtigen Stelle oder dem Tauchen. An Deck
des U-Boots geht es dann weiter, und später kommt man noch in den
Genuss der Unterwasser-Tauch-Mission. Insgesamt entwickelt sich die Story
duch Zwischensequenzen motivierend weiter. Auch die Rätsel sind alle
fair, und so wird man zwar immer gefordert hält sich aber nie zu
lange an einer Situation auf. Dem ein oder anderen mag das Spiel damit
aber auch zu einfach geraten sein, Profis werden hier nicht gefordert.
Weder am Arsenal der Gegenstände noch an der Story kann man Tomb
Raider komplex oder kompliziert nennen, aber warscheinlich ist das genau
der Grund, warum die Serie so erfolgreich geworden ist.
In
den weiteren Leveln zieht der Schwierigkeitsgrad dann doch noch ein bißchen
an. Während es auf Black Isle hauptsächlich auf Geschicklichkeit
und nicht den Waffeneinsatz ankommt, kann man sich im letzten Level dann
doch noch freischiessen. Will man aber nicht auf seine Standardwaffe zurückgreifen,
sollte man sehr sparsam mit seiner Munition umgehen. Lediglich Medipacks
stehen jederzeit ausreichend zur Verfügung.
Sehr schwierig ist es bei diesem Spiel nur an sämtliche 36 Rosen
zu gelangen, die über die Level verteilt versteckt sind. Nur dann
öffnen sich alle 4 Bonusoptionen im Startmenü.
Zusätzlich liegt dem Spiel der Leveleditor bei, der für langanhaltenden
Spielspass sorgen dürfte, aber recht kompliziert zu bedienen ist.
Unsere
Eindrücke Insgesamt ist auch Tomb Raider: Die Chronik wieder sehr
empfehlenswert. Aber viel neues wird hier nicht geboten, angesichts dessen
ist der empfohlene Verkaufspreis von 99,- DM übertrieben. Trotzdem
macht das Spiel sehr viel Spass, ist abwechslungsreich, und man braucht
nicht lange um sich reinzufinden. Im direkten Vergleich gibt es aber mittlerweile
höherwertige Konkurrenz, die vor allem Profis interessanter sein
dürfte. Gelegenheitsspieler sind auch mit der Chronik gut bedient.
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