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Resident Evil: Nemesis PC-CD ROM News


Hersteller:
Eidos / Capcom

Genre: Action-Adventure

Besonderheiten: Die PC Version enthält im Gegensatz zur Playstation Version bereits von Anfang an das Zusatzspiel und acht verschiedene Outfits für Jill

Beschreibung Die Story beginnt wieder in Racoon City. Wieder hat die Umbrella Corporation ihre Finger im Spiel und hält die Stadt in ihrer Gewalt. Nachdem es in einem Gen-Labor in den Arclay-Bergen zu einem Zwischenfall kommt, kündigt unsere Heldin Jill Valentine ihren Dienst bei S.T.A.R.S. und ist dabei die Stadt zu verlassen. Zu spät wie sich herrausstellt, denn der T-Virus, der alle Einwohner zu Mutanten macht, hat die Stadt bereits erreicht, und das Spiel beginnt...

Graphik Graphisch setzt auch die PC Version auf die Basis der Playstation. Soll heissen, was für Playstation Verhältnisse durchaus zum Besseren gehörte, wirkt auf dem PC etwas antiquiert. Gleiches gilt auch für Effekte wie Feuer, die nicht gerade besonders überzeugend umgesetzt sind. Das mögliche Umschalten der Auflösung ändert da nicht viel, wobei die meisten Graphikkarten in den höheren Modi zu gravierenden Darstellungsfehlern neigen. Abgesehen davon muss man aber sagen, dass die Graphik durchaus liebevoll umgesetzt wurde, die Häuserschluchten mit den Graffities sehr atmosphärisch wirken, genauso wie Autos und sonstige Details. Und trotz des düsteren Charakters sind die einzelnen Abschnitte keineswegs eintönig gestaltet. Wie auch in den bisherigen Teilen nerven die teilweise wieder schrägen Kameraeinstellungen, die den Überblick erschweren, aber das gehört wohl zum Spiel und macht den Nervenkitzel aus.

Sound Soundtechnisch ist alles sauber umgesetzt, die deutschen Dialoge in den Zwischensequenzen enttäuschen nicht. Die Effekete und Musik kündigen wie immer Gefahr an, so wird das atmosphärisch dichte Gesamtbild unterstützt. Zeit würde es vielleicht mal für einen richtigen Soundtrack.

Gameplay Viel hat sich im Vergleich zu den ersten Teilen nicht verändert. Trotzdem sind einige neue Funktionen hinzugekommen. Erstere betreffen die Moves. Sowohl eine 180° Grad Drehung als auch Ausweichmanöver im Kampf sind jetzt möglich. Gerade die Ausweichmanöver bereiten aber etwas Schwierigkeiten und einiger Übung, will man gleichzeitig seine Waffe benutzen. Diese stehen wieder in ausreichender Menge zur Verfügung, nur an Munititon muss man sparen. Neben der Standard-Pistole sind Maschinengewehre, die Shotgun oder der Granatenwerfer wesentlich effektiver. Den bereits bekannten Raketenwerfer bekommt man wieder nur im Endkampf. Nach wie vor heisst es die Munition wieder gezielt einzusetzen und sich die guten Waffen für die harten Gegner aufzusparen. Die Zombies machen da weniger Probleme, solange sie nicht in großer Menger auftauchen, oder überraschend durch Türen oder aus Autos brechen. Gefährlicher werden da schon die Hunde, denen man aber mit einigermassen ausgeprägtem Reaktionsvermögen beikommt. Im späteren Spielverlauf kommen noch Spinnen hinzu, und verschiedenen Zwischengegner, wie Riesen-Würmer, für die man schon die richtigen Waffen und Taktik braucht. Ebenfalls als regelmässig auftauchender Zwischengegner dient Nemesis, der im Lauf des Spieles immer stärker wird. Will man nicht zuviel seiner Munition und Lebensenergie vergeuden, sollte man hier die Flucht wählen, wenn möglich. Zum Auftanken gibt es wieder Medipacks und Heilkräuter. Ebenfalls in großer Auswahl stehen rote Heilkräuter gegen Vergiftungen bereit, die wir aber nur ein einziges Mal im Spielverlauf benötigt hatten.

Neben den Gegner sorgen die Rätsel für den Schwierigkeitsgrad. Schalter umlegen, Schlüssel finden, oder Gegenstände richtig kombinieren. Eigentlich fordert das nicht so wirklich den Verstand, bis auf einige wirklich unlogisch geratene Kombinationsspielchen. Ansonsten hat man in den verschiedenen Zwischensequenzen auch immer Auswahlmöglichkeiten, hier heisst es sich vor allem schnell zu entscheiden. Insgesamt tragen diese Zwischensequenzen sehr viel zur Weiterentwicklung der Story bei, die immer wieder überraschende Wendepunkte bereit hält. Trotzdem wirkt einiges für Spieler von den bereits erschienenen Teilen schon abgekaut, und am Ende gilt es wieder im Zeitlimit den rettenden Hubschrauber zu erreichen. Dafür sorgen die Schauplätze für genügend Abwechslung, ob die Strassen in der Stadt, Parkplätze, das Eisenbahnszenario, der Park, das Krankenhaus oder das Labor, jedes Spektrum wird hier abgedeckt. Für etwas Unschlüssigkeit sorgt der zwei-stufige Schwierigkeitsgrad. Während der einfache Modus den normalen Spieler bis auf einige Szenen kaum fordert, dürfte der harte Modus selbst Profis sehr zu schaffen machen, und dieser auch keine neuen Varianten, sondern einfach nur weniger Items bietet. Zum Glück bleibt jederzeit die Möglichkeit seinen Spielstand bei einer der zahlreichen Schreibmaschinen zu speichern und seine Sachen in den Saverooms zu deponieren. Den im Iventar ist nur wenig Platz und es sollte wohl überlegt werden, was man mit sich trägt.

Wer auch schon beiden den anderen Teilen dabei war, wird auch wieder an Resident Evil: Nemesis Spass haben, auch wenn hier vieles nicht neu ist und die Story etwas wackelig wird. Steckt man dann aber einmal im Spiel, wird man nach wie vor mitgerissen. Etwas nervig mit der Zeit wirkt das wiederholte Auftauchen von Nemesis, bei jedem Kampf kann man zwar eine neue Taktik anwenden, dennoch langweilt der fünfte Kampf gegen den gleichen Gegner dann doch. Dafür sorgt der Zwsichenpart, in dem man Carlos spielt, und für Jill ein Gegengift finden muss, für Abwechslung.

Unsere Eindrücke Eigentlich ist Resident Evil: Nemesis trotz kleiner Schwächen ein hervorragendes Spiel. Nur leider erreicht der Nervenkitzel und der Adrenalinspiegel nicht mehr ganz das Level des ersten Teils. Während auf der Playstation Resident Evil technisch auf dem besten Stand sein mag, kann sich die PC Version aber leider nicht mit der Konkurrenz messen und wirkt etwas veraltet. Das Bonusspiel und die direkt von Anfang an verfügbaren Outfits von Jill sind zwar schön, machen aber kein neues Spiel aus. Trotzdem lohnt sich der Kauf der PC Version - für alle die keine Playstation haben. Der Suchtfaktor von Resident Evil bleibt nach wie vor erhalten.

 


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