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Armorines N64 News


Hersteller:
Acclaim

Genre: Ego-shooter

Besonderheiten: 4-Spieler - Alle gegen alle und 2-Spieler-Kooperation, Rumble pack, Expansion pack, Controller pack, Passwörter

Handlung Große Knarren, größere Käfer und mittendrin ein Erdensohn! Der Held des Spiels muß die Welt und Menschheit vor bereits auf der Erde gelandeten Killer-Insekten befreien, die so ähnlich aussehen wie die in "Starship Troopers".

Gafik Die Grafik ist insgesamt wirklich nett ausgefallen, wenn auch stellenweise wenig Liebe zum Detail gezeigt wird: Einschußlöcher gibt es gar nicht, und die Level sind teilweise einfach zu dunkel, karg und uninteressant, und was bei "Turok" irgendwie noch zum Spiel paßte, ist in diesem Falle schon etwas lieblos.

Sound Die Atmosphäre ist natürlich gerade bei so einem Spiel sehr wichtig, damit man sich auch richtig in die Story vertiefen kann. In diesem Fall wird Atmosphäre großteils dadurch erzeugt, daß man in dunklen Höhlen rumläuft und sich oftmals nur auf die Geräusche, der sich nähernden Insekten konzentrieren kann, um diese auch früh genug zu bemerken. Diese Soundeffekte sind also recht gut, und im Hintergrund läuft leise und dramatisch Klassik. Ganz ok alles, aber nichts besonderes.

Gameplay Mit ein wenig Übung mit dieser "Turok" Steuerung (analog-umherschauen, gelbe Buttons-Bewegen) kann man recht präzise Schießen und gehen, lediglich das Wechseln der Waffe fällt etwas umständlich aus. Damit man möglichst effizient rumschießt, erhält man im Laufe des Spiels verschiedene, monströse Waffen, um den Eindringlingen zu zeigen was Sache ist. Und falls man keine Lust mehr hat gegen Computergegner, sprich Käfer, zu kämpfen, wird im 4-Spieler Modus auf menschlich-gesteuerte Spieler geballert. Bisher hört sich das also alles verdammt hart nach Standard ego-shooter an... Was nicht standard ist, und auf jeden Fall sehr postitv auffällt ist der Kooperationsmodus, der es ermöglicht, zu zweit die Singleplayer-Levels zu spielen, um somit die beiden menschlichen Spieler im Kampf gegen die Käfer zu vereinen. Dies natürlich im Split-Screen und dem damit verbundenen Verlust von Grafik und Bildschirmfläche. Trotzdem eine wirklich spassige Angelegenheit mit nem Kumpel zusammen die Käfer abzumurksen. Damit auch wirklich keine Haßgefühle auf den menschlichen Mitspieler entstehen, ist es erst gar nicht möglich den anderen abzuknallen, was zwar die ganze Sache vereinfacht, aber ein wenig Realitätsnähe vermissen läßt. Schon früh bemerkt man, daß man in den nicht sehr interaktiven Leveln außer ein paar Knöpfen für Türen und Tore, auch "Spezialwaffen" bedienen kann. Im Kooperationsmodus hat man zum Beispiel die Möglichkeit mit beiden Spielern eine Lore zu besteigen, die ihren Gleisen ganz automatisch folgt, und es den beiden Helden ermöglicht mit unendlich Munition und Zeit für Überblick die sich nähernden Viecher zu beseitigen.

Unsere Eindrücke Insgesamt zeigt das Spiel also ein paar nette Ideen der Spieleentwickler, aber ich hätte einiges mehr erwartet, sowohl spieletechnisch als auch storymässig. Die Hintergrundgeschichte ist zwar ordentlich, aber auch nicht wirklich packend genug um lange zu motivieren, und schon deswegen kommt einem das Rumgelatsche in den teilweise recht großen Leveln zu langatmig vor. Die Kritikpunkte an diesem Spiel treten nur so vermehrt auf, da man im neuen Jahrtausend, nach all den legendären Ego-Shootern und vielen Arbeitsstunden der Entwickler nicht genügend Neues oder Interessantes in diesem Spiel entdeckt. Das heißt natürlich nicht, daß dies ein schlechtes Spiel ist. Im Prinzip ist es sogar ein wirklich Gutes, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas, das es zum Spitzenspiel machen würde. Wer also wirklich Interesse an Käfern oder deren Beseitigung in ego-shooter Form hat, der kann sich "Armorines" mit gutem Gewissen kaufen. Im Gegensatz zu anderen Spielen verdient "Armorines" also keinen Kultstatus und man muß es wirklich nicht unbedingt besitzen.

by Daniel Forstbach

 


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