Besonderheiten:
4-Spieler - Alle gegen alle und 2-Spieler-Kooperation, Rumble pack, Expansion
pack, Controller pack, Passwörter
Handlung
Große Knarren, größere Käfer und mittendrin ein Erdensohn! Der Held des
Spiels muß die Welt und Menschheit vor bereits auf der Erde gelandeten
Killer-Insekten befreien, die so ähnlich aussehen wie die in "Starship
Troopers".
Gafik
Die Grafik ist insgesamt wirklich nett ausgefallen, wenn auch stellenweise
wenig Liebe zum Detail gezeigt wird: Einschußlöcher gibt es gar nicht,
und die Level sind teilweise einfach zu dunkel, karg und uninteressant,
und was bei "Turok" irgendwie noch zum Spiel paßte, ist in diesem Falle
schon etwas lieblos.
Sound
Die Atmosphäre ist natürlich gerade bei so einem Spiel sehr wichtig, damit
man sich auch richtig in die Story vertiefen kann. In diesem Fall wird
Atmosphäre großteils dadurch erzeugt, daß man in dunklen Höhlen rumläuft
und sich oftmals nur auf die Geräusche, der sich nähernden Insekten konzentrieren
kann, um diese auch früh genug zu bemerken. Diese Soundeffekte sind also
recht gut, und im Hintergrund läuft leise und dramatisch Klassik. Ganz
ok alles, aber nichts besonderes.
Gameplay
Mit ein wenig Übung mit dieser "Turok" Steuerung (analog-umherschauen,
gelbe Buttons-Bewegen) kann man recht präzise Schießen und gehen, lediglich
das Wechseln der Waffe fällt etwas umständlich aus. Damit man möglichst
effizient rumschießt, erhält man im Laufe des Spiels verschiedene, monströse
Waffen, um den Eindringlingen zu zeigen was Sache ist. Und falls man keine
Lust mehr hat gegen Computergegner, sprich Käfer, zu kämpfen, wird im
4-Spieler Modus auf menschlich-gesteuerte Spieler geballert. Bisher hört
sich das also alles verdammt hart nach Standard ego-shooter an... Was
nicht standard ist, und auf jeden Fall sehr postitv auffällt ist der Kooperationsmodus,
der es ermöglicht, zu zweit die Singleplayer-Levels zu spielen, um somit
die beiden menschlichen Spieler im Kampf gegen die Käfer zu vereinen.
Dies natürlich im Split-Screen und dem damit verbundenen Verlust von Grafik
und Bildschirmfläche. Trotzdem eine wirklich spassige Angelegenheit mit
nem Kumpel zusammen die Käfer abzumurksen. Damit auch wirklich keine Haßgefühle
auf den menschlichen Mitspieler entstehen, ist es erst gar nicht möglich
den anderen abzuknallen, was zwar die ganze Sache vereinfacht, aber ein
wenig Realitätsnähe vermissen läßt. Schon früh bemerkt man, daß man in
den nicht sehr interaktiven Leveln außer ein paar Knöpfen für Türen und
Tore, auch "Spezialwaffen" bedienen kann. Im Kooperationsmodus hat man
zum Beispiel die Möglichkeit mit beiden Spielern eine Lore zu besteigen,
die ihren Gleisen ganz automatisch folgt, und es den beiden Helden ermöglicht
mit unendlich Munition und Zeit für Überblick die sich nähernden Viecher
zu beseitigen.
Unsere
Eindrücke Insgesamt zeigt das Spiel also ein paar nette Ideen der
Spieleentwickler, aber ich hätte einiges mehr erwartet, sowohl spieletechnisch
als auch storymässig. Die Hintergrundgeschichte ist zwar ordentlich, aber
auch nicht wirklich packend genug um lange zu motivieren, und schon deswegen
kommt einem das Rumgelatsche in den teilweise recht großen Leveln zu langatmig
vor. Die Kritikpunkte an diesem Spiel treten nur so vermehrt auf, da man
im neuen Jahrtausend, nach all den legendären Ego-Shootern und vielen
Arbeitsstunden der Entwickler nicht genügend Neues oder Interessantes
in diesem Spiel entdeckt. Das heißt natürlich nicht, daß dies ein schlechtes
Spiel ist. Im Prinzip ist es sogar ein wirklich Gutes, aber es fehlt einfach
das gewisse Etwas, das es zum Spitzenspiel machen würde. Wer also wirklich
Interesse an Käfern oder deren Beseitigung in ego-shooter Form hat, der
kann sich "Armorines" mit gutem Gewissen kaufen. Im Gegensatz zu anderen
Spielen verdient "Armorines" also keinen Kultstatus und man muß es wirklich
nicht unbedingt besitzen.