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Oberstdorf News


Ja, meine lieben Sportsfreunde, warum heißt das Nebelhorn wohl Nebelhorn? Hmm, rätsel rätsel... nein, dieses Gebiet konnte mich nicht begeistern.

Aber fangen wir mal mit den guten Seiten an: Und das ist eindeutig das freeriden! Wenn du hier geilen Powder erwischst wirst du so geile Abfahrten finden die du sicher nie mehr vergißt. Allein die Kanzelwand ist schon der Hammer. Du erreichst sie ganz einfach in dem du auf dem Fellhorn hinter der Kanzelwand-Bergstation, also unter dem Lift, auf dem Grat entlangläufst und einfach den Spuren folgst, die du dort sicher finden wirst. Aber Achtung: Eine Fangleine ist hier Muss, wer auf dem Grat ausrutscht und sein Board verliert kann dies ein paar Kilometer weiter unten abholen! Auch solltest du nicht ohne Lawinenausrüstung losziehen, denn die Hänge sind teilweise ziemlich steil. Falls du dies erledigt hast, kannst du auf beiden Seiten ewig abfahren und wirst im Tal wieder auf die Piste treffen. Auch am Nebelhorn bieten sich gute Freeride- Möglichkeiten, da die Pisten bei Neuschnee nicht gespurt werden!

Waldabfahrten bleiben allerdings größtenteils aus, weil so gut wie alles Brauchbare Naturschutzgebiet ist und dem Mißbraucher die Karte entzogen wird.

So, jetzt kommen wir zu den unerfreulichen Dingen: Fangen wir mit dem Fellhorn an. Das Gebiet ist bis zu 2037m hoch und bietet 15 Lifte und 20 km Abfahrt. Allerdings ist es von Oberstdorf aus nur mit dem Bus oder Auto zu erreichen. Und dann fängt es an: Warten, warten, warten und nochmal warten. Aufgrund der Gondel, mit der man auf den Berg kommt und den vielen 2er Sessel und Schleppliften sind bei schönem Wetter unendliche Wartezeiten angesagt. Die Schlepplifte haben eine brutal dünne Auflagefläche und sind ewig lang und spätestens nach der dritten Fahrt spürt man sein Bein nicht mehr. Obendrein haben die Sessellifte seltenst ein Fließband, geschweige denn eine Aushängetechnik, so, dass sich dann auch das Liften wegen Minimalstgeschwindigkeit zum nicht endend wollenden Alptraum entwickelt. An der Talstation des Nebelhorns musste man am Rosenmontag zweieinhalb Stunden (!!!) warten, bis einen die Gondel zur nächsten Riesenschlange befördert hat!!! Mörder. Es wird also nicht geraten an Feiertagen hier aufzukreuzen. Das Problem mit den Warteschlangen hat sich dann ganz schlagartig gelöst - lag das vielleicht am Regen und am Nebel? Aber dafür können die Betriebe ja nichts. Aber trotz Nebel war das Gebiet am Wochenende wieder überfüllt.

Am Nebelhorn finden wir zu unserem Glück keine Ankerlifte, sondern nur Sessellifte und wieder Gondeln, dafür ist das Gebiet kleiner aber höher als das Fellhorn. Hier kann man sich bei fehlendem Neuschnee in der Halfpipe vergnügen, bei der man allerdings laufen muss oder den Lift nimmt, der einen dann einen halben Kilometer oberhalb der Pipe rauslässt. Wie gesagt gibt es aber auch hier schöne Powder - Abfahrten, allerdings wie auf dem Fellhorn auch böse Ziehwege. Der Vorteil vom Nebelhorn ist, das man es vom Dorf aus mit der Gondel erreichen kann und nicht extra ins Auto steigen muss. Am Fellhorn gibt es übrigens auch einen Funpark in dem aber leider nur ein wirklich brauchbarer Monsterkicker mit etwas steilem Absprung steht. Den Rest kann man mehr oder weniger vergessen. Allerdings gibt es im Gebiet verteilt hin und wieder schön präparierte Schanzen.

Jau, da wären wir schon wieder beim Dorf angelangt. Und ich muss sagen, das ist mal wirklich geil. So einen relaxten Anreisetag hatte ich noch nie, kein Stau, sofort den Zimmerschlüssel bekommen, riesen Wohnung (im Vergleich zu den Pferchen in Frankreich fast schon ein kleiner Palast - und wenn es nur eine simple Zimmerwohnung ist), und einfach ein schönes Dorf. Der Kirchturm ist das Markenzeichen von Oberstdorf und um ihn herum ist im ganze Zentrum Autoverbot.

Und die Partys gefielen mir schon fast besser als in Sölden, nicht ganz so primitiv aber trotzdem endsgeile Stimmung. Und was fand ich da, mitten in einem Skigebiet? Eine Bar in der nur geile Musik läuft, fern von allen Schneebarschlagern und Anton - Gesängen: O´reilly´s irish pub. Statt dessen läuft hier Musik à la Sublime etc, und das Bier schmeckt auch geil. Nur zu empfehlen, aber wer dennoch nicht auf seine Skihasenparolen verzichten will wird hier auch nicht leer ausgehen. Ganz bestimmt nicht.

Als Fazit bleibt also übrig: Eine schönes Gebiet fürs Wochenende oder falls du es spontan bei Neuschnee erreichen kannst, falls du allerdings von weiter her kommst solltest du dir für deine Ferien vielleicht was anderes suchen.

Das Dorf rockt definitiv! So, wessen Neugier jetzt noch nicht gestillt sein sollte kann sich unter www.fellhorn.de, www.nebelhorn.de oder natürlich www.oberstdorf.de weiterbilden.

by Nico Storz


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