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Interview
mit "Schützi" Andreas Schützenberger
Manche Leute machen durch gutes Skating auf sich aufmerksam, andere
durch ihr Aussehen und wieder andere durch ihr Auftreten. Meistens
sind die bekannten Leute jedoch die, die man oft zu Gesicht bekommt
und die irgendwie auffallen. Bei all dieser Präsenz kommen leider
gewisse Menschen zu kurz, obwohl sie die Aufmerksamkeit viel mehr
verdient hätten als alle anderen. Andreas Schützenberger, genannt
Schützi, ist Rampenbauer und dafür verantwortlich, dass Ihr auch
im Winter oder bei Regen skaten könnt, dass Contests stattfinden
und dass Ihr generell nicht einfach nur auf dem Boden hin und herfahren
müsst. Und damit er mal etwas von dem Ruhm kriegt, den er verdient,
hat er uns ein paar Fragen beantwortet…
Bumbanet:
Fangen wir zum Einstieg mal mit den Basics an: Name, Alter, Herkunft,
Jahre auf dem Brett, Jahre mit dem Hammer in der Hand.
Schützi:
Mein Name ist Andreas Schützenberger, bin 29 Jahre alt und komme
aus Passau (die Stadt mit den 3 Flüssen ), mittlerweile skate ich
über 12 Jahre und baue auch ebenso lange Rampen, professionelle
Aufträge seit ca. 6 Jahren und leben seit ca. 2 Jahren
Bumbanet: Wann und wie bist Du denn zum Skaten gekommen?
Schützi:
Das war August 1988, wo ich einen Ferienjob bei Mc-Donald´s machte
und mir von dem Geld dann ein Skateboard gekauft habe. Damals gab
es einen Fernsehsender namens Tele 5, der viele gute Bericht über
skaten zeigte, irgendwie haben die mich infiziert und zum skaten
gebracht.
Bumbanet:
Fährst Du noch viel heutzutage?
Schützi:
Leider nicht mehr so; meistens wenn wir einen Park fertig gestellt
haben, gibt's ne gute Session und auf Skatecontests.
Bumbanet: Wer waren oder sind denn rein skatemässig Deine Vorbilder?
Schützi: Da gibt es sehr viele, deren skaten ich bewundere, ich
könnte wahrscheinlich 100 aufzählen; skaten ist so verschieden und
genauso die einzelnen Styles. Natas Kaupas, Mark Gonzales, Brian
Lotti, Rodney Mullen, Deawon Song, Erik Koston, Matt Beach, Nilton
Neeves, Stefan Lehnert, Sami Harithi ..........und noch 1000.
Bumbanet:
Kommen wir zu Dir als Rampenbauer. Wie bist Du überhaupt dazu gekommen,
Rampen zu bauen?
Schützi:
Ganz einfach, da ich zeitgleich mit skaten eine Tischlerlehre begann
und es in meiner Stadt nichts zum skaten gab, lag es auf der Hand,
Rampen zu bauen. Am Anfang aus geschenktem und zusammengesuchtem
Holz, später dann mit richtigen Maschinen und guten Hölzern.
Bumbanet:
Hat man als Rampenbauer eine andere Sicht zum Skaten als "normale"
Fahrer?
Schützi: Man guckt wahrscheinlich ein bisschen mehr auf Spots und
versucht, diese irgendwie auf eine gute Rampe umzusetzen. Skateparks
schaut man sich auch genauer an, ansonsten gibt's kein anderes Blickfeld.
Bumbanet:
Denkst Du, Du hast als Rampenbauer schon einige Dinge erlebt, die
man als normaler Fahrer nicht mitbekommt?
Schützi: Auf jeden Fall, da ich meistens der erste und der letzte
bei einem Contest bin, also viel mehr Zeit investiere und Hintergründe
und Probleme mitbekomme.
Bumbanet:
Beim Skaten ist das beste Gefühl ja ein gestandener Trick; gibt
es vergleichbares beim Rampen bauen (vielleicht der First Drop in
oder ähnliches)?
Schützi:
Der erste Drop In ist Chefsache und die Belohnung für eine fertiggestellte
Rampe, aber die Gesichter der Locals und die Freude, die Sie mit
den neuen Rampen haben, ist definitiv das beste Gefühl.
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