Die Vormachtstellung des „W“s ist längst gebrochen. Die Zeiten in denen der Wu-Tang-Clan aus New York tonangebend in der HipHop-Szene war, sind schon lange vorbei. Und doch: 40 Millionen verkaufte Tonträger sprechen immer noch für sich. Und auch solo sorgten und sorgen die einzelnen Mitglieder des Clans für Furore: RZA, Method Man, ODB, Ghostface Killah oder GZA. Im letzten Jahr konnten vor allem Ghostface, Method Man und Masta Killa mit ihren Alben punkten. Einer, der immer maßgeblich an den Produktionen des Clans beteiligt war, aber nie allzu sehr im Vordergrund stand, ist DJ Mathematics. Dieser hat in seine Platten- und Produktionskiste geschaut und 20 unveröffentlichte Stücke und Remixe des Clans ausgegraben. Was im ersten Moment nach Resteverwertung klingt, bringt ein hohes qualitatives Level mit sich. Die Auswahl dürfte vor allem alte Wu-Tang Fans erfreuen, denn der Sound ist nicht so glatt poliert wie auf den letzten kommerziell erfolgreichen Releases wie „Gravel Pit“. Das bedeutet einerseits, dass hier nicht die Megasmasher vertreten sind, andererseits, dass hier bodenständiger Rap gedroppt wird, der oft über eine gehörige Soulnote verfügt. Einige kräftige Bouncer wie „Where’s Brooklyn At?“ featuring Bad Luck, All Day und Allah Real sind auf „Unreleased“ allerdings auch vertreten. Insgesamt eine runde Scheibe, wenn auch nicht zwingend. Wertung 7/10.