Wir sind Helden – Soundso
Labels / EMI VÖ 25.05.2007
Mit ihrem dritten Album „Soundso“ melden sich Wir sind Helden aus der Babypause zurück. Der Titel macht neugieriger, als die bereits veröffentlichte Single „Endlich ein Grund zur Panik“, die bei manchem eben diese auslöst. Zum Glück gibt es ja noch elf weitere Songs, von denen es zumindest einige schaffen, zu überraschen. Den Effekt der Vorgängeralben „Die Reklamation“ und „Von hier an blind“, die große Hits aufboten, sucht man jedoch vergebens. In bewährter Helden Manier geht es um das Spiel mit Worten, die Dialoge über Arbeit oder melancholische Balladen wie „Stiller“ vertonen. Die Helden sind gewiss nicht stiller als zuvor, bauen immer mehr auf Gitarren und musikalische Stilmittel. So treten die männlichen Stimmen der Band ein wenig mehr in den Vordergrund neben Frontfrau Judith Holofernes zum Beispiel in „Für nichts garantieren“ und ein englischer Refrain lädt ein zum schmunzeln. Das vorherige „Gekommen um zu bleiben“ weicht am Ende einem bewusst provokativ ausgewählten und melodisch wie immer tiefgehenden „Lass uns verschwinden“. Wer sich nicht an den Vorgängeralben orientiert, sondern sich mit Liedern, die leider viel zu oft produziert nach den Klangmustern des Formatradios klingen, zufrieden gibt, wird dem widersprechen. Allen anderen bliebe mit den Worten der Helden nur zu sagen: „Die Konkurrenz schläft nicht“. Wertung 7/10.