Endlich ein Soloalbum! Wie so viele Sänger einer Band begibt sich nun auch “Fury in the Slaughterhouse” Frontmann Kai Wingenfelder mit “Alone” erstmals auf Solopfade und erfüllt sich damit einen lang gehegten Wunsch. Dabei gibt es einige Neuerungen: Im Gegensatz zum eher rockigen, energetischen Sound seiner Band schlägt Kai Wingenfelder auf seinem Solo-Debüt die ruhigen, nachdenklichen Töne an. Auch wurden einige Songs zum ersten Mal nicht von ihm selber geschrieben, sondern von befreundeten Musikern, wie beispielsweise Michael von Dyke, der auch Echt produziert hat. Was alle Songs verbindet, ist die Melancholie, die im Titelstück “Alone” mit dem düster pulsierenden Takt und den Pianoeinlagen ins Depressive umschlägt. Ein Highlight ist die hinreißende, von Streichern unterlegte Ballade “last day of summer”, die Abschiedsschmerz und Vergänglichkeit thematisiert. Einzig “Charlibo” schwächelt ein wenig: Man hört Hundegejaule, was etwas albern rüberkommt. Insgesamt wurde aber mit “Alone” alles richtig gemacht .Mit diesem Album zeigt sich, dass Kai Wingenfelder über Facettenreichtum verfügt und als Künstler gewachsen ist. Weiter so. Wertung 8/10.