The Strays - Le Futur Noir
TVT Records VÖ: 26.01.2007
Es gibt nicht viele Debütalben, von denen man direkt nach dem ersten Hören völlig überzeugt ist. Mit ihrem Debütalbum „Le Futur Noir“ haben The Strays dieses Kunststück vollbracht, denn hier gibt es von Anfang an was auf die Ohren. Charakteristisch für die Band ist der kratzige Garagensound, der oftmals so wirkt, als wären die Lautstärkenpegel beim Aufnehmen permanent übersteuert gewesen. Genau dies gibt dem Album aber das gewisse etwas. Es ist laut, brachial, schnell und dennoch schaffen es die drei Jungs auch ihren Sinn für Melodien nicht zu kurz kommen zu lassen. Die Einflüsse der Band reichen hierbei von Punk über Ska bis hin zu Reggae. Das Album an sich ist ein aktuelles politisches Statement welches sich nicht nur am dunklen Artwork und dem Albumtitel sondern auch an den Songtiteln festmachen lässt. Songs wie „Block Alarm“ oder „Future Primitives“ sind beste Belege dafür, dass Musik gegen das aktuelle amerikanische Regime noch immer ein Thema ist, mit dem sich moderne Rockmusik beschäftigt. Die Wut, die in ihren Songs teilweise zum Ausdruck gebracht wird, unterstreicht die kratzige Stimme von Strays Frontmann Steve Marriot. Etwas „ruhiger“ wird es dann bei der ersten Single des Albums „Life Support“. Hier schlägt die Band auch Poptöne an. Als kleines Bonbon befindet sich das Video zu „Life Support“ auch auf dem Silberling. Ein bisschen schade ist, dass dem Album zum Ende hin etwas die Puste ausgeht. Die letzten drei Songs gehen ein wenig unter. Alles in allem ist „Le Futur Noir“ jedoch ein wirklich gelungenes Debüt. Wertung 9/10.