The Shins – Wincing The Night Away
Sub Pop VÖ 26.01.2007
The Shins machen einfach glücklich. So zumindest die Erfahrung mit den ersten beiden Alben dieser großartigen Band aus New Mexico, „Oh! Inverted World“ und „Chutes Too Narrow“, die mit herrlich zuckersüßem, süchtig machendem Indiepop mit wunderbar schönen Melodien begeisterten. Ingesamt mehr als eine Million wurden von diesen beiden Alben verkauft – eine Million glückliche Käufer wie man mit großer Sicherheit annehmen darf. Und „Wincing The Night Away“, das jetzt erscheinende dritte Album? Natürlich dominieren auch hier die beiden großen Stärken der Shins, einmal die unvergleichlich schöne, helle Stimme von Sänger James Mercer und zum anderen die unvergleichlichen Gitarrenmelodien – die Band wäre auch dumm, nicht von diesen Gebrauch zu machen. Doch ein bloßer Aufguss der ersten beiden Alben ist „Wincing The Night Away“ natürlich ebenfalls nicht, dafür sorgen allein schon die musikalische Komplexität und die Vertracktheit des Albums. „Wincing The Night Away“ ist auf den ersten Blick nicht ganz so leicht zugänglich wie die Vorgänger, so wird man mal mit Hip-Hop Beats („Sealegs“) oder psychedelischen Streichern („Red Rabbits“) konfrontiert. Doch darauf folgt in gewohnter Manier „Turn On Me“ und plötzlich sind sie wieder da, die schönen Melodien, die großartigen Popperlen wie nur The Shins sie schreiben können. Und alles ist gut. Und um zur Eingangsfrage zurückzukommen: Natürlich macht auch „Wincing The Night Away“ glücklich! Wertung 8/10.