"Elementary", das dritte Album der amerikanischen Hardcore-Band The End, wartet mit zehn Songs auf, die vor allem geprägt sind von donnernden, teils stakkatoartigen Gitarrenriffs, wummernden Drums und dem emotionsgeladenen Gesang von Aaron Wolf, der der Welt seine Wut entgegenschreit. Gute Beispiele dafür sind "Animal", "In Distress" und das eingängige "The Never Ever Aftermath", vermutlich der beste Track des Albums. Aber die Band ist vielschichtiger: Zwischen den Krachern gibt es ruhigere Stücke, mit "A Fell Wind" sogar ein reines Instrumental, das eine geheimnisvolle, fast unheimliche Atmosphäre verbreitet. "The Moth and I" sprüht vor gebändigter Energie und Sänger Wolf stellt die Modulationsfähigkeit seiner Stimme unter Beweis. Schlussstein des Albums ist die neunminütige Ballade "And Always...", schön und zugleich tieftraurig. Fazit: The End stehen für kraftvolle, ehrliche Musik mit textlichen Tiefgang, die sich jedoch nicht aufdrängt, sondern vom Hörer erschlossen werden will. Wertung 8/10.