The Detroit Cobras – Tied and True
Rough Trade VÖ 22.06.2007
Ganze Coveralben zu produzieren, das trauen sich ja eigentlich ziemlich wenige Bands. Und wenn überhaupt, dann ist es allerhöchstens mal ein einzelnes Album oder eine EP. Die Gefahr künstlerisch und finanziell damit auf die Nase zu fallen, ist wohl den meisten Bands verständlicherweise zu groß. Und außerdem will man ja schließlich auch seine eigenen Songs spielen. Dieses Bedürfnis scheinen die Detroit Cobras nicht zu haben, denn die Band um Frontfrau und Sängerin Rachel Nagy covert sich schon eine ganze Weile erfolgreich durch die Gegend und durch mehrere Alben hindurch. Mit „Tied and True“, dem neuesten (Cover)Album der Band, hat sich das nicht geändert. Dreizehn alte und mehr oder weniger bekannte Soul, R´n´B und Motown Stücke werden hier neu interpretiert, in ein leicht garagiges, verrauchtes Bar-Band Gewand versetzt und mit der absolut umwerfend soulig-ausdrucksstarken Stimme von Rachel Nagy verfeinert. Und das klingt so authentisch, dass man meint, die kleine, dreckige zigarettengeschwängerte Bar, den Bier und Whiskeygestank und die Detroit Cobras live in Person direkt vor sich sehen zu können. Wertung 7/10.