Musik muss nicht immer ernst sein. Und ganz bestimmt nicht bei Jack Black und Kyle Gass. Die Beiden sind wieder im Kino, „Kings Of Rock - Tenacious D" heißt der Film. Klar, dass es da auch wieder einen Soundtrack gibt, und den haben Tenacious D alleine und mit illustrer Hilfe eingespielt. Sicher bewegen sich die beiden Schauspielmusiker aus Los Angeles zwischen Heavy Metal Anthems und Rockballaden, zwischen Klassikern und frischem Wind. Mit ihrer Meinung halten sie sich auf ihrem zweiten Album nicht bedeckt, besonders deutlich wird das auf dem romantisch-patriotischen „The Government Totally Sucks“. Auf dem Opener „Kickapoo“ erhalten Tenacious D dagegen Unterstützung von Meat Loaf und Ronnie James Dio. Auch ein großer anderer Musiker ließ es sich nicht nehmen auf dem Album mitzuwirken: Dave Grohl von den Foo Fighters trommelt entfesselt auf „Beelzeboss (The Final Showdown)“. Grohl war auch schon auf dem Vorgänger zu „The Pick Of Destiny“ mit von der Partie. Einige der anderen Songs sind wesentlich gewöhnungsbedürftiger, so kommt „Papagenu (He’s My Sassafrass)“ mit beschwingtem Gesang daher, ehe es plötzlich in gewohnter Tenacious D Manier losrockt. Wehmütige Klänge gibt es auf „Dude (I Totally Miss You)“ – wer da nicht sentimental wird. Zum Schluss folgen mit „POD“ und „The Metal“ noch mal zwei richtige Hardrock-Bretter. Ernst nehmen kann man dieses Album nicht. Aber dafür macht es umso mehr Spaß. Fast grenzenlos Spaß. Es ist eben die School of Rock von den Kings of Rock. Wertung 9/10.