Sobald das selbstbetitelte Album von Stateless, bestehend aus Chris James (Gesang, Keyboards, Gitarre), Kidkanevil (Turntables, Sampling, Programming), Justin Percival (Bass, Gesang), Dave Levin (Drums) and Rod Buchanan Dunlop (FX, Programming, Keyboard), beginnt das Gehirn zu rattern. Schließlich drängen sich Referenzen hier derart auf, dass einem die verschiedensten Bands und Künstler nur so durch den Kopf schießen. Hier der zarte Gesang von Aqualung, dort die Beats von DJ Shadow, hier ein bisschen leiden wie Starsailor, kurze Rapparts á la Anticon und dann alles etwas experimentell vermischen wie Radiohead. So schrammeln sich Stateless durch ihre Platte, hinterlassen einen netten Eindruck, liefern aber keine Höhepunkte. Die Drums scheinen stets im Vordergrund zu stehen, während Chris James seine hohe und leidende Stimme durch die Sphären schmeisst und die Gitarren bis zur Unkenntlichkeit verzerrt werden. Am Ende des Tages bleibt eine nette Platte, die keine Begeisterungsstürme hervorufen kann. Die Ambitionen sind durchaus schick, doch spätestens nach dem dritten Lied verlieren sich Stateless im Wiederholen ihrer eigenen Einflüsse. Wertung 5/10.