Sola Plexus - Pan
Z-Music / Tengu-Music VÖ: 07.06.2007
Grime und Drum’n’Bass aus Herne? Im Studiokollektiv des Herner Tengu Basements wuchs ein Projekt heran, dass so klingend auch aus London stammen könnte. Das erste Demo von Sola Plexus, die aus Beatmeister Zap aka Zizerator und MC Sulal Kool bestehen, entstand 2004 bei den Aufnahmen zur des Turtle Bay Country Clubs von Matthias Arfmann in Hamburg. Drei Jahren hatten Sola Plexus jetzt Zeit, die 17 Tracks ihres Debütalbums „Pan“ einzuspielen. Herausgekommen ist ein atmosphärisch dichtes und energiegeladenes Werk, das kaum etwas mit typischen deutschem HipHop zu tun hat. Stattdessen wird musikalisch alles zwischen Breakbeat-Rave („Nexalite² MC“) und auch mal poppigem Gesang („Weekender feat. Jojó “) alles ausgetestet, was mehr oder weniger in das Schema „Drum’n’Bass“ passt. Einzige Kritik: Bei über 50 Minuten Spielzeit fehlt manchmal das songwriterische Potenzial die Spannung des Albums hochzuhalten. Dank mangelnder Konkurrenz gebührt Solar Plexus mit „Pan“ die Pole-Position in Deutschland. Andererseits ist die Drum’n’Bass Szene auch nicht fern. Wertung 8/10.