Die irische Sirene: Royseven haben die extremsten Gefühle der Insel zu bieten. Allen voran Paul Walsh sorgt mit seinem niederschmetterndem Gesang von Beginn an für Gänsehaut auf dem Debütalbum der Formation aus der Gegend von Dublin. Royseven treiben auf den elf Songs von „The Art Of Insincerity” die epische Aufnahmefähigkeit von Rock auf die Spitze. Melodien, Schwermut und mehr oder weniger harte Gitarren verschmelzen zu einer Lawine, die jeden Hörer überrollt. Im Speziellen ist es jedoch Walsh, der im Stile eines großen Poeten die Magie dieser Platte entstehen lässt. Texte über leidenschaftlichen Liebe, Schmerz und Hoffnungslosigkeit trägt der Ire voller Inbrunst vor, und nicht ohne Pathos. Royseven klingen wie ein wildes Gewitter mit in schieren Strömen niederprasselndem Regen, das von Irland aus über uns hinwegzieht. Dabei lassen die Songs aber auch immer wieder Platz für Pausen, die allerdings nicht weniger tragisch klingen und nur durch Pianospiel und sanfte Streicher aufgelockert werden. Der Band ist es gelungen, ein dank seiner Atmosphäre und Intensität hochklassiges Album abzuliefern. Doch die andauernden Gefühlseskapaden können auch an den Nerven zerren - es kann auch „too much“ sein. Royseven sind hart an der Grenze. Wertung 8/10.