Regina Spektor - Soviet Kitsch
Warner Music VÖ: 23.02.2007
Als die junge Russin Regina Spektor mit ihrer Famile von Russland nach New York, genauer gesagt in die Bronx umsiedelt, dürfen sie sich die erste russische Familie des Bezirks seit über zwanzig Jahren nennen. Nicht lange dauert es und Reginas russisch-jüdische Wurzeln vermischen sich mit der amerikanischen Kultur - allem voran natürlich der Musik. Nachdem ihre Familie nach ein paar Jahren endlich ein eigenes Klavier auftreiben und finanzieren kann, beginnt sich Regina intensiv mit dem Instrument zu beschäftigen. So stellt auch heute noch das von ihr gespielte Klavier das Fundament ihrer Musik dar. "Soviet Kitsch" ist nach "11:11" ihr zweites Album, welches bereits vor drei Jahren in Amerika veröffentlich wurde. Hier in Deutschland wird die Platte der Anti-Folk Dame jedoch erst im Jahre 2007 die Läden erreichen. Doch wie sagt man so schön? Besser spät als nie! Schließlich wäre es wirklich schade um dieses zarte und sehr feine Album, welches auf elf Liedern den Kosmos der Regina Spektor beleuchtet. Häufig ertönt dabei nichts weiter als ihre Stimme unterstützt von leichter Klavieruntermalung. Regina stellt dazu ihre scheinbare Zerbrechlichkeit in Amanda Rogers Manier in den Mittelpunkt, bevor sie urplötzlich ihre andere Seite zeigt. Auf dieser Seite lässt sie in etwa Sätze los á la "Mary Anne's a bitch" oder erhebt plötzlich ihre Stimme äußerst fordernd und anklagend, so dass man sich stets in einem Wechselbad der Emotionen wiederfindet. Hinzu kommt der sich durch die gesamte Platte ziehende und äußerst sympathische Gipsy-Charme, welcher "Soviet Kitsch" zu einem wundervollen Album werden lässt. Wertung 8/10.