Ras Flabba - Music in me
Sunvibe / New Music VÖ: 30.04.2007
Der seit annähernd drei Jahrzehnten in Deutschland lebende jamaikanische Reggae- Künstler Ras Flabba hat Anfang des Jahres sein neustes Album „Music in me“ auf den Markt gebracht. In seiner langjährigen Reggae- Karriere wurde er unter anderem mit Reggae Größen wie Everton Blender ins Programm genommen und wurde 2006 sogar für den Deutschen Reggae-Grammy nominiert. Dem Albumtitel folgend ist das erste Lied ein Tribut an die Musik, der eingängig seine Liebe an die Musik zu Ausdruck bringt. Zwar mögen die darauf folgenden Lieder etwas enttäuschend sein, da sie weder gesangliche noch eine musikalische Vielfalt aufweisen, jedoch ist besonderes Augenmerk auf die Texte zu legen, die wie in „Wicked Man“ und „ Judgment“ sehr sozialkritisch sind und aufrütteln sollen. Schade, dass das nicht auch musikalisch umgesetzt wurde. Roots Reggae, der Anfangs zwar nicht recht überzeugt, bei dem sich allerdings beim längeren Reinhören kleinere und größere Höhepunkte herauskristallisieren. Überraschend und vor allem lustig ist das „The Legalize Medley“ wo einem plötzlich deutscher Rap entgegen klingt. „Jam In The Street“ sorgt von Anfang an für Sonne im Herzen und gute Laune. Insgesamt werden die Lieder abwechslungsreicher und immer eingängiger. Neben den klischeereichen Liedern über Ganja finden sich auf dem Album richtig schöne Liebeslieder, bei denen der Text unter die Haut geht und zum träumen verleitet. Absolute Highlight dieses Albums sind unbestritten “Jam In The Street“, „Waiting“ sowie „Wanted Man“, „The Last Days“ und „Rastafaris Hands“. Vor allem ,,Waiting” ist schwer Ohrwurm verdächtig und der absolute Geheimtipp dieses Reggae- Werkes. Insgesamt sorgt das Album für ein gutes Gefühl, macht Vorfreude auf den Sommer und vertreibt die dunklen Regenwolken dieser Tage. Die Texte sind sehr ausdrucksstark und regen zum Nachdenken an. Wertung 7/10.