„Prey for Rock&Roll“ ist das Regiedebüt des Musikproduzenten Alex Steyermark und basiert auf den Lebenserinnerungen von Rocklady Cheri Lovedog, die gleichzeitig auch für den Soundtrack des Films verantwortlich ist. In 103 Minuten wird hier die Geschichte der Girlpunkband „Clam Dandy“ erzählt, deren Mitglieder in einer Krise stecken und den großen und lange geträumten Traum von der Rockstarkarriere in Frage stellen. Für Gina Gershon (Face/Off, The Player), Drea de Matteo (Die Sopranos) sowie Lori Pretty (Tank Girl) stellt sich die Frage ob die Band weitermachen, oder das Rockerleben für einen konventionellen Job aufgeben soll. Trotz guter Ansätze, Ideen und vor allem guter Besetzung, versteckt sich der Film viel zu sehr hinter dem ausgetretenen Klischee des „Drugs, Sex and Rock&Roll“, einem Lebensmotto das hier wörtlich zu nehmen ist, wie nicht zuletzt der doppeldeutige Titel des Films zeigt. Die Handlung verläuft eher langweilig linear und ohne größere Überraschungen, zeitweilig nehmen die Klischees sogar dermaßen Überhand, dass der Film der Selbstparodie nahe kommt. Filmisch zeichnet sich „Prey for Rock&Roll“, trotz Portraitierung von wildem Rockerlifestyle, durch größtmögliche Konventionalität aus – wüsste man nicht dass es sich hier um einen richtigen Spielfilm handelt, könnte man die Darsteller glatt für die Gilmore Girls im Rockeroutfit halten. Schade, denn diese „Serienhaftigkeit“ nimmt dem Film viel von seiner mühselig aufgebauten Authentizität. Der Soundtrack hingegen ist jedoch erstaunlich solide, rockiger Girlpunk, der an eine etwas zurückhaltendere Version der Donnas erinnert. Nicht zuletzt daher nimmt der Film den größten Teil seiner Stärke.