Patrick Wolf - The Magic Position
Universal VÖ 20.04.2007
An Kreativität hat es Patrick Wolf noch nie gemangelt: Mit 13 Jahren schickte er Björk eine Musikkassette. Darauf befand sich ein roher Mix aus seltsamen Geräuschen und sinnlosen Texten über Geishas. Björk hat sich zwar nie bei ihm gemeldet. Seinem Credo, Gegensätze zu verbinden und musikalische Genres zu vermischen, ist er dennoch treu geblieben. Gerade hat er sein drittes Album „The Magic Position" veröffentlicht. Sommerlicher Optimismus hat die düsteren und selbstzerstörerische Texte der vergangenen Platten abgelöst. Die Liedanfänge des multi-instrumentalen Engländer könnten unterschiedlicher nicht sein. Donnernde Paukenschläge eröffnen „Overture", mit Kinderchöre beginnt „The Magic Position", und verzerrte Synthesizer leiten das tanzbare „Accident & Emergency" ein. Das optimistische "Get Lost" steht im Kontrast zu den schwermütigeren Songs "Magpie" und "Augustine" - seine melancholische Ader kann Patrick Wolf doch nicht ganz verbergen. Auch wenn der Musikmix anfangs ein wenig bizarr anmutet, schafft Patrick die Gegensätze pointiert zu verbinden. „The Magic Position" ist ein hervorragendes, musikalisch wild durchmischtes Album für lange Sommernächte. Wertung 9/10.