Das Label Def-Dick bringt Köln wieder zurück ins HipHop-Biz. Auf dem neuesten Release darf Mutha, Rapper der KPA-Kru und Köln-Porzer Urgestein ran, und präsentiert ein 20-Track starkes Album. „Freigang am Muthatag“ zeigt Rap von der Straße, Geschichten aus dem Leben von Mutha und Porzer Alltag. Alles mit einer großen Portion Ironie, aber auch ohne die Realität aus dem Blick zu verlieren. Jedenfalls ist Mutha nicht der „Je härter desto besser“-Masche verfallen und kombiniert seine Diss-Attacken mit einer guten Portion Wortwitz wie auf „Finanzbeamter“. Die Beats zeigen sich verspielt und abwechslungsreich, verzichten aber auf starke Bässe und bleiben so eher im Hintergrund. Eine Oldschool-Prise weht hier deutlich hörbar. Die Mischung stimmt auf „Freigang am Muthatag“: Neben nachdenklichen Nummern wie „Das Drama der Jugend“ oder „Dringendes Telefonat“, und Storytelling „Die Jack Bordello Story“, sorgen harte Tracks wie „Ultra Azzzo MC“ oder „A.S.I. Syndrom“ für die richtige Würze. Nicht fehlen darf der Kulttrack „Strassenstrich 2007“. Features gibt es von Hans Solo (Äi-Tiem), Kurdy-A (Komekate) und Miss Nami. Ein frisches Album, das sich erfreulicherweise vom Berlin-Sound abhebt und Porz represented. Wertung 7/10.