England, England, England. Und jetzt wieder England. Mumm-Ra haben den Schritt aufs europäische Festland schon geschafft, spielten im Vorprogramm von den Kaiser Chiefs und The Killers. Allerdings klingen Mumm-Ra, die aus dem verschlafenen südenglischen Städtchen Bexhill-on-Sea kommen, anders als die bekannten Größen: Pop, sanfte Melodien, keine harten Gitarren und kein Rock. „These Things Move in Threes” ist das erste Album, obwohl es die Band schon seit sieben Jahren gibt. Dafür hatte das Werk Zeit zu reifen, und klingt dementsprechend ausgewogen und rund. Frontmann Noo singt engelsgleich, und doch gehen die Songs nach vorne und drücken aufs Tempo. Doch nur wenige Stücke wie „Song B“ zeigen Zähne und lassen die Gitarren halbwegs laut krachen. Mumm-Ra präsentieren eine recht eigenwillige Mischung aus Brit-Pop, Indie und Psychedelic, denn trotz aller Melodien klingen sie nie glatt oder angepasst. Dieses Album ist wie ein zartes Pflänzchen, das nicht zu hart angefasst werden will. Es ist ein zerbrechliches Album, irgendwie schön, und doch mit dunklen Untiefen. Eins jedoch fehlt: Knackige Hooks und Ohrwürmer. „These Things Move in Threes” fließt 44 Minuten vor sich hin und bleibt dabei auf Distanz. Deshalb auch werden Mumm-Ra wohl nicht zu den neuen Shooting-Stars der Insel, sondern "nur" ein kleines, feines Publikum ansprechen. Wertung 7/10.