McQueen – Break The Silence
Demolition / Soulfood VÖ: 26.01.2007
Meistens haben Bands, die ausschließlich aus weiblichen Akteuren bestehen, ein Problem mit der Durchsetzungsfähigkeit. Bei den vier McQueens aus dem britischem Brighton ist das allerdings trotz ansehnlichen Aussehens gar kein Thema: Von der ersten Sekunde an legen die Damen so ein Brett vor, dass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. McQueen kommen vom Metal, bauen aber auch Hardcore- und Punkelemente in den Sound mit ein. Während sich der erste Track „Neurotic“ noch als ultrabrutales und technisch erstklassig gespieltes Riffgewitter präsentiert, drängen sich danach auch die Gesangsparts stärker in den Vordergrund wie auf dem eingängigen „Numb“ und dem punkigen „The Line Went Dead“. Bei den meisten der zehn Songs geht das Quartett allerdings härter und aggressiver zu Werke, was insgesamt zu einer interessantes, dynamischen und abwechslungsreichen Mischung führt. „Break The Silence“ ist ohne Frage ein beeindruckendes Debütalbum, das respektlos und ohne Schnörkel auf den Punkt kommt. Zudem vermeiden es McQueen sich an irgendwelche Metalcore-Trends zu hängen, sondern versuchen es stattdessen mit klassischen und zeitlosen Tugenden. Der kleine Anteil Punk und Crossover passt hier gut ins Bild. Das bringt zwar keine wegweisende Rockplatte hervor, aber eine schlicht und einfach verdammt rockende! Die CD enthält auch den Videoclip zu „Running Out Of Things To Say“, der allerdings recht unspektakulär daherkommt. Wertung 8/10.