Lovex – Divine Insanity
Gun / Sony BMG VÖ: 16.02.2007
Ein äußerlich und stimmlich charismatischer Sänger, Bandmitglieder mit androgynem Charme und Künstlernamen wie Vivian Sin’amor oder Sammy Black – klingt nach Gothic-Rock aus Finnland. Lovex machen aber trotz der düster-nachdenklichen Texte und Titel ihrer Songs nicht nur Musik für Melancholiker. Denn neben den ruhigen Stücken wie „Remorse“ oder „On The Sidelines“ gibt es viele rockige Nummern („Bullet For The Pain“, „Guardian Angel“, „Bleeding“), deren Melodieführung stark vom Sound der 80er Jahre geprägt ist und die sich ideal zum Tanzen, Mitsingen oder Autofahren eignen. Herausragend sind „Oh How The Mighty Fall“ und „Divine Insanity“, der rockige Titelsong des Albums, der sich durch ein abwechslungsreicheres Arrangement abhebt und weniger 80er-lastig ist als die anderen Tracks. Die folgende Ballade „Sleeptight“ lässt das Album sanft ausklingen. Fazit: „Divine Insanity“ macht Spaß und ist gut durchhörbar, aber wenig nachhaltig. Es fehlen die ausgefeilten Arrangements, die Stücke sind meist zu glatt, zu beliebig. Zudem ist das Album trotz 11 Tracks mit einer Laufzeit von 40 Minuten recht kurz. Aber was nicht ist, kann ja noch werden… Wertung 7/10.