Eine Prise Emo-Look scheint heutzutage fest im Programm zu stehen: Auch bei dem Trio Lost Alone aus Derby (UK). Ohne große Plattenfirmen im Rücken veröffentlichen sie jetzt ein für ihr Aussehen ganz ungewöhnliches Album. Bereits mit den Promo-Singles „Blood Is Sharp“ und „Unleash The Sand Of All Time“ konnten sie die Herzen von Fans und Medien erobern, außerdem erhielten sie bereits eine Einladung zur Kultsendung von Bruce Dickinson auf BBC1 und spielten auf der Vans Warped Tour. Und das nicht umsonst. „Say No To The World“ bietet einen sehr bunten Mix aus Indie, brachialem Punkrock, einfühlsamen und emotionalen Emo-Klängen. Selbst vor Einflüssen der Popmusik machen sie keinen Halt. Härte und Melodie stehen in Balance. Daneben fließen vereinzelt auch Einflüsse von längst vergangenen Größen wie Queen, Pixies und auch den Beach Boys ein. Besonders bei „Standing on the ruins of a great empire“ beweist das Trio zum Schluss des Albums noch einmal, dass ihnen ein perfekter Mix aus ruhigen Klängen und brachialen Ausrastern gelungen ist. Emo-Look hin oder her. Wertung 7/10.