Linkin Park - Minutes To Midnight Warner Music VÖ: 11.05.2007
Nach den ersten beiden Studioplatten Hybrid Theorie (2001) und Meteora (2003) nun endlich das von Freunden des Nu Metal lang ersehnte dritte Werk von Linkin Park mit dem Titel „Minutes to midnight“, das allerdings in Fankreisen hinter den Erwartungen zurückbleibt. Da hilft es auch nichts, dass man sich mit Rick Rubin einen in der Rap bzw. Hip-Hop- und Metal-Szene namhaften Produzenten mit an Bord genommen hat. Vielmehr hat dieser durch seine Erfahrungen mit etablierten Bands doch mehr dem Mainstream zugeneigte Rubin hier, vermutlich durch den Druck Erfolgstitel einspielen zu müssen, den Anspruch, einem der breiten Masse entgegenkommenden Musikgeschmack zu genügen, auch wenn die Hauptmerkmale von Linkin Park dabei unverkennbar bleiben. Ob durch wehklagendes Schreien wie in „Given up“, im Refrain der aktuellen Single „What I’ve done“ und in „No more sorrow“, mehr Hip-Hop-angehaucht wie in „Bleed it out“ und „Hands held high“ oder durch Balladen wie in „Leave out all the rest“, „Shadow of the day“ oder „In between“. Schließlich handelt es sich aber bei den 12 Songs um eher von der einfachen Struktur her eingängige Titel in harmonischem Kleid, die die Sprengkraft der Songs aus den ersten beiden Werken nicht fortsetzen können. Wertung 7/10.