Lillian – A pitchfork nightmare and other selected tales
Elephant Factory VÖ 11.05.2007
Multi-Instrumentalist und Songwriter „Lillian.“ besingt in seinem Debütalbum in ruhiger Verzweiflung die traurigen Seiten der Welt. Seine Stimme erinnert an Daniel Cirera, seine Texte reichen teils beinahe an dessen Ironie heran, die manchmal einfach durch ein Plus an Tragik ersetzt wird. Einem starken Einstieg mit „City Dreams“, melodiöser Gitarre und elektronischer Beat-Unterstützung folgen Lieder über Trennung, Selbstverstümmelung jeder Art oder die zerstückelte Leiche der Nachbarin. Man beginnt, sich ein bisschen Sorgen zu machen um diesen Mittzwanziger, der so lyrisch ansehnlich mit seiner Gitarre seinen persönlichen Untergang und den der Welt beobachtet. Die musikalische Bandbreite ist hierbei groß und reicht von Mundharmonika über Piano bis hin zu bizarren elektronisch erzeugten Tönen. Und letzten Endes kommt mit „Everything I´ll Never Be“ für Lillians Verhältnisse beinahe schon beschwingte Stimmung auf. „A pitchfork nightmare and other selected tales“ ist die perfekte Platte für frisch Verlassene, oder sonstige, die sich in ihrem Kummer wälzen möchten. Wem dagegen etwas daran liegt, den Sommer mit ein wenig Fröhlichkeit zu begrüßen, dem sei von dieser durchaus tiefgehenden Sammlung menschlicher Albträume abgeraten. Wertung 6/10.