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Laurent Voulzy – La Septième Vague
SPV Recordings VÖ: 08.12.2006

www.laurentvoulzy.com

Laurent Voulzy ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt, doch in Frankreich führte er mehrere Wochen lang die Album-Charts an und erhielt in kürzester Zeit Platin-Status. Vielleicht liegt den Franzosen schon aufgrund ihrer mediterranen Mentalität dieser „Go-with-the-flow“-Jamaica-Rhythmus – bösartige Zungen würden ihn wohl als La-la-la-Musik bezeichnen – einfach mehr, von dem das ganze Album durchdrungen scheint: Vom Entstehen in Voulzys eigenem Studio an den Ufern der Marne, wo er neben dem Gesang auch für alle Gitarrenaufnahmen selbst verantwortlich war, über das Wellenrauschen der „septième vague“ bis zur Beurteilung der Plattenfirma: So sei diese Ansammlung angeblicher „Pop-Perlen“ der französischen und US-Charts ein „idealer Soundtrack zum Träumen und Abschalten vom Alltag“ – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dazu passen denn das Albumcover mit einem Laurent Voulzy in durchnäßten Jeans, vom kristallklaren Meer umspült, vor Schäfchenwolkenhimmel, sowie das „Booklet“, das auf der Rückseite ein Poster von einem gitarrespielenden Voulzy am sonnenuntergangsgetränkten Meer ist. Wobei gerade für die französischen Hits, die wohl den wenigsten deutschen ZuhörerInnen sehr geläufig sein dürften, die Songtexte sicher angemessener wären als diese Popstar-(in spe)-Selbstbeweihräucherung im Westentaschenformat. Vor allem aber die lahmen Versionen, die Voulzy feilbietet und die kaum Möglichkeit zum Mitgrooven bieten, dienen bestenfalls zum Entspannen - wenn nicht viel erwartet wird. Denn selten rafft sich die Begleitung mal dazu auf, Voulzys angenehme, streichelwarme Stimme so richtig zum Jubeln zu bringen, erschlägt sie entweder (wie bei „All I Have To Do Is Dream“) oder plätschert gelangweilt herum. Doch auch der Sänger selber trägt mit seiner eher als mittelmäßig zu bezeichnenden Englischaussprache (Hörempfindliche: Bitte „The Captain of her Heart“ meiden), seiner zum Teil unerträglich oft wiederholten Wimmer-Refrains oder seiner uninspirierten und uninspirierenden Singweise erheblich zu diesem Eindruck der ereignislosen Schwerelosigkeit bei. Schließlich gehört schon viel dazu, mitreißende Songs wie „Light My Fire“ oder „The Captain of her Heart“ so zu drosseln, dass sie schlichtweg anöden. Also bitte nie den Fehler begehen, die CD dann zu hören, wenn man nicht auf dieses Laue-Sommernacht-am-Meer-Gefühl aus ist. Wertung 5/10.

Autor:
Natascha Salem


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