Last One Dying – Anthem of the Lost
Eigenvertrieb VÖ: 01.03.2007
Mit ihrer ersten EP „Anthem of the Lost“ zeigen die drei Jungs aus Köln direkt in welchem Genre sie zu Hause sind, schon die Aussage: „Falls euer erster Eindruck ist „die klingen ja wie Killswitch Engage oder Caliban“ - DAS war Absicht!“ wird beim ersten Höreindruck mehr als nur bestätigt, die 5 Songs der EP haben es in sich. Was mit einem kurzen Piano Intro anfängt, entwickelt sich schnell zu einer von anspruchsvollen Gitarrenriffs, knallharten Drums und einer ständig zwischen Gesang und Shouting wechselnden Stimme geprägten EP, die bekannten Größen wie Killswitch Engage, Caliban oder Scar Symmetry in nichts nachsteht und im zweiten (nach der EP benanntem) Song umgesetzt wird. Thematisch scheint dieses Genre zwar schon etwas verbraucht zu sein, doch Last One Dying schaffen es irgendwie, Text und Klang so verschmelzen zu lassen, dass man, selbst wenn man die Lyriks nicht kennt oder versteht, trotzdem fühlt, was die Aussage des Songs sein sollte. Der dritte Song „The End of all Dismay“ lässt es zwar zu Anfang etwas ruhiger angehen als der Vorgänger entwickelt sich aber recht schnell und erreicht (nicht zuletzt durch einige fulminante Gitarrensoli) zu einem weiteren Song mit Ohrwurmcharakter. Schon allein die Lyrics zu „My Own Machine“ hätten sind düster revolutionär und kafkaesk, doch die Umsetzung lässt es einem kalt den Rücken runter laufen. Last One Dying spielt auch hier mit einer solchen Perfektion als ob sie ihr ganzes Leben lang nichts anderes gemacht hätten. Der letzte Song der EP „Choke it Down“ rundet das ganz Werk noch ab, auch hier wird gesungen, geshoutet, und gespielt was die Instrumente her geben. Fazit: Mit „Anthem of the Lost“ liefern Last One Dying eine erstaunlich gute Debüt-EP, die Hunger auf mehr und vor allem den Besuch eines Konzerts macht.