Kuersche (namentlich Andreas Kürschner) tourt bereits seit 1995 und wurde seinerzeit als „One-man-band“, vor allem im Vorprogramm von „Fury in the slaughterhouse“ bekannt, an deren Sound er sich ein wenig anlehnt. Mittlerweile hat er sich mit Karsten Kniep, zuständig für Drum-Programming, zum Duo verstärkt und bringt dabei einen internationalen, britisch angehauchten Sound, der etwas heiteres, leicht beschwingliches vermittelt, über die Lautsprecher. Manche der von ihm selbst angegebenen musikalischen Wurzeln, wie etwa „The Cardigans“, „The Housemartins“ oder „Coldplay“ sind ebenfalls eindeutig herauszuhören. Die etwas einfachen Elektroniksounds erinnern oftmals an Anleihen aus der Neuen Deutschen Welle. Mit dem leicht swingenden „Wilson“ oder „This is it“, einer Art Mid-Tempo-Ballade, gelingen ihm auf der neuen Scheibe „Oxygen overdose“ Songs mit hohem Wiedererkennungs- und damit zugleich Hitpotential. Insgesamt ein angenehmer, unaufdringlicher Hörgenuss. Wertung 8/10.