Jom & Said – Alles oder Nichts
Aggro Berlin VÖ: 25.05.2007
Jom & Said nennen sich zwar nicht Gangster-Rapper, sie dürften aber. Jom sitzt zum Release des ersten Album der Beiden wahrscheinlich schon im Knast, Said saß schon für ein Jahr. Wenn die Namen Jom & Said in der HipHop-Szene über Berlin hinaus noch nicht so bekannt sind, dann liegt das vor allem daran, dass sie bislang meist nur mit ihrer Crew SRK in Erscheinung getreten sind. Mit dem Aggro Berlin Release „Alles oder Nichts“ dürften der Deutsch-Nigerianer Jom und der Deutsch-Syrer Said künftig jedoch stärker im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Dabei haben sie aber gar kein typisches Aggro Album abgeliefert, was sich vor allem im Sound zeigt. Fast alle Beats wurden Kay Mason produziert, und nicht von einem der Aggro-Stammproduzenten. Die 18 Tracks klingen wesentlich rougher, als man es vom typischen Sound des Labels kennt, das sonst durch ultradick-ausproduzierte Beats glänzt. Thematisch haben Jom & Said ein relativ breitgefächertes Album abgeliefert, das wie bei „Clubmub“ featuring Harris & Sido immer wieder durch Humor auffällt. Daneben gibt‘s aber auch harten Street-Flavour. Auf „Schau Dich Um“ beispielsweise. Features kommen unter anderem von Jack Orsen, Bintia, Tone und Alpa Gun. Insgesamt wird „Alles oder Nichts“ seinem Titel nicht ganz gerecht. Weder richtig scheiße, noch verdammt gut ist das Album. Ein solides Debüt, dem herausragende Highlights fehlen. Wertung 6/10.