Das neue Jeans Team Album ist verwirrend. Ein Wechselspiel aus Country-Gefühlen und Großstadt-Romantik. Luftig-leicht geht es los: Auf in ein anderes Land übers Meer, ohne Arbeit und ohne Geld. Das Ganze heißt dann „Das Zelt“. Mit ähnlich surrealen Texten und lockeren, dezent-verspielten Beats geht es weiter. Ob „Wandern“ in der leeren Wohnung von der Wand zur Ecke, oder die Hommage der drei Berliner an Hamburg: „Du Bist Hamburg“ (Und ich der Hafen / Du die Stadt / Und ich das Schild...). Schwierig zu sagen, was diesen Zeilen entnommen werden soll. Grooviger und clubbiger wird es bei „Palme“ oder „Komet“, da machen die Beats dann auch mal bumm und tschak. Und „Silizium“ wartet mit feinstem Electro auf. Dafür glänzt der Titeltrack des dritten Albums „Kopf Auf“ dagegen wieder mit kopflastiger Textarbeit und Akustikgitarre. Zehn Songs kommen so zusammen, zehn Songs die manchmal zum Schmunzeln sind, manchmal auf die Tanzfläche bitten, und manchmal Kopfzerbrechen bereiten. Schwierig ist dieses Album, aber keinesfalls schlecht. Und es ist ein Unikat. Wertung 7/10.