Wer wenn nicht Jan Delay ist geboren für ein Live-Album? Mit seiner grandiosen Disko No. 1 Band und dem Album „Mercedes Dance" zog er im Winter und Frühjahr diesen Jahres durch die Konzerthallen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Selbstverständlich waren die Konzerte des Hamburgers fast überall ausverkauft. In drei Städten, in Zürich (X-Tra), Mannheim (Capitol) und Köln (E-Werk), liefen die Rekorder mit. Das Ergebnis gibt es jetzt als einstündigen Mitschnitt der Highlights aus dem eigentlich zweistündigen Live-Programm. Die Songauswahl besticht neben Material vom aktuellen Album durch Klassiker wie „Vergiftet" und „Irgendwie, irgendwo, irgendwann". Auch schön: der Mix aus "Türlich, türlich" von Das Bo und "Word up" von Cameo. Das Live-Feeling fehlt dabei nicht. Auch wenn der Sound druckvoll und glasklar abgemischt ist, kommt die Emotionalität der Konzerte eindrucksvoll herüber. Das Spiel der zehnköpfigen Band hat ebenso seinen Platz, wie die Kommentare von Jan Delay. Für alle Fans, Musikliebhaber, Konzertbesucher, Funker und Reggaeaner ist „Mercedes-Dance-Live” ein Must Have, denn die Songs wirken hier noch dynamischer und lebendiger als auf den Studio-Alben von Delay. Und das sage ich vor dem Hintergrund, sonst wenig mit Live-Alben anfangen zu können. Wertung 9/10.