Hyproglow - Open Range (EP)
Eigenveröffentlichung VÖ: 01.01.2007
Will man wissen, welche Musikrichtung eine noch recht unbekannte Band spielt, muss man sich häufig nur die Kapellen anschauen, mit denen die jeweilige Gruppe schon getourt ist. Das verrät oft viel. So ist das auch bei Hyproglow. Die Jungs aus Essen standen unter anderem in 2006 und 2007 mit Ill Nino auf der Bühne. Und ebenso wie Ill Nino lieben auch die Nordrhein-Westfalen das Spiel mit den Gegensätzen. Harte Riff-Attacken versus schöne Melodien, aggressive Vocals versus melodischer Gesang – das sind die Komponenten der Hyproglow-Welt. Anders als die Südamerikaner spielen die Ruhrpottler allerdings mehr mit Alternative Metal- als mit Crossover-Elementen. Und das ist richtig gut! Die Tracks sind immer sehr eingängig und rocken, dass sich die Balken biegen. Das überzeugt ohne Einschränkungen! Genau wie bei Ill Nino zu deren besten „Confession“-Zeiten. Es gibt nur sehr selten Lieder, die zugleich richtig rocken und dabei doch vollkommen Hit-kompatibel sind. Unglaublich, dass Hyproglow nicht schon längst einen Plattenvertrag ihr eigen nennen. Ihre aktuelle EP „Open Range“ hat nur einen Nachteil: Nach gerade einmal fünf Songs ist der Hochgenuss vorbei. Mehr davon! Wertung 8/10.