In den USA dominiert noch echt amerikanischer Rock, und das ist in letzter Zeit oft vergessen worden bei all dem Indie-Hype. In ihrer Heimat sind Hinder bereits in die Fußstapfen von Nickelback getreten und haben mit ihrem Album Doppel-Platin abgesahnt. Erstaunlich daher, dass das Debüt erst jetzt bei uns veröffentlicht wird, wo es in den Staaten schon im Jahr 2005 erschien. Hinder sind fünf einfach gestrickte Jungs aus Oklahoma, die einfach nach oben wollten. Und das haben sie geschafft. „Extreme Behavior“ bietet keine musikalischen Raffinessen, sondern kraftvollen, deftigen Rock. Musik zum Bier trinken, Party machen oder einfach Spaß haben. Hinder verstehen was von Unterhaltung, und vor allem Sänger Austin Winkler ist mit seinem energischen und gleichzeitigen charismatischen Organ eine imposante Erscheinung. Thematisch geht es immer um das eine oder das andere. Da erklären sich Songnamen wie „Get Stoned“ oder „Lips Of An Angel“ schon von selbst. Zehn Stücke haben Hinder für ihr Debüt geschrieben und alle haben das Potenzial zum Hit. Hymne reiht sich an Hymne, Refrains die sofort im Ohr hängen bleiben. Insofern kann man nur feststellen: Mission erfüllt. Musik muss nicht immer kompliziert sein. Wertung 7/10.