Hell Razah ist keiner der großen Namen aus Brooklyn, den jeder kennt. Aber der MC aus der Red Hook Sektion, dem südlichen Teil Brooklyns, ist seit vielen Jahren beständig dabei und hat sich als Teil der Sunz of Man Lorbeeren verdient. Doch jetzt erst erscheint sein erstes eigenes Album „Renaissance Child”, das ihn als vielseitigen und politisch reflektierenden Rapper zeigt. Die Beats, die von einer Vielzahl von Produzenten wie MF Doom und dem Mainzer Shuko stammen, sind dunkel und jazzig. Dabei fällt nicht weiter auf, dass viele verschiedene Köche am Werk waren, denn das Album liegt soundmäßig durchgängig auf einem Level. Bei den Features sind vor allem zwei Tracks herauszuheben: „Renaissance“ featuring Tragedy Khadafi, Timbo King und R.A. Rugged Man, sowie „Project Jazz“ mit Talib Kweli und Viktor Von. Außerdem gibt sich Killah Priest auf dem Album die Ehre. Insgesamt gibt es auf den 16 Nummern weder Ausreißer nach unten, noch nach oben. Wer ehrlichen N.Y.C. Conscious Rap sucht, ist hier gut bedient. Dem Album liegt zusätzlich eine etwas konfus geratene DVD bei, die nur einen Trailer für die DVD „The Razah Code“, einen Videoclip zu „Hood Love“ und Live-Performances enthält. Wertung 7/10.