Heideroosjes - Chapter 8, The Golden State
U-Sonic / Cargo VÖ: 09.03.2007
Ohne Epitaph im Rücken geht’s auf zum achten Album der neiderländischen Punkrocklegende Heideroosjes. Wenn allerdings „Chapter 8, The Golden State“ gar nicht typisch niederländisch klingt, dann mag das auch daran liegen, dass die 1989 gegründete Band das Album in Los Angeles von Produzent Cameron Webb (unter anderem Motörhead, Limp Bizkit, Ignite) aufnehmen ließ. Das Ergebnis ist feinster California-Melody-Punk. Ansonsten gibt es wenig Überraschungen: Die Heideroosjes spielen all ihre Erfahrung aus und liefern ein lupenreines, durchgängig druckvolles Punkrockalbum ab. Für Abwechslung sorgen mehrere Songs in niederländischer Sprache wie „Ik Zie Je Later“. Nur wegen der Produktion sind die Heideroosjes aber nicht in die USA gereist, und so finden sich auf dem Album auch zwei Features. Auf „Forgotten Continent“ wird Heideroosjes Sänger Marco von Zoli Teglas von Ignite unterstützt, und auf „My Funeral“ rockt niemand anderes als Motörheads Lemmy Kilmister mit – zumindest für ein paar Textzeilen. Insgesamt aber zeigen die 15 neuen Songs zu viel Routine, als noch wirklich begeistern zu können. Da haben die Heideroosjes etwas mit Bad Religion gemeinsam. „Chapter 8, The Golden State“ ist einfach nur das, was zu erwarten war: Ein gutes Punkrockalbum. Wertung 7/10.