G. Love gehört zur neuen Songwriter Generation. Ebenso wie Jack Johnson, auf dessen Label Brushfire Records G. Love vor einigen Jahren signte. Nach etlichen Alben bei diversen, auch großen Plattenfirmen, erscheint mit „Lemonade“ jetzt Garrett Duttons, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, zweites Brushfire-Album. Eingeladen hat sich der Musiker aus Philadelphia dazu viele Freunde: Neben seiner Band Special Sauce sind unter anderem Blackalicious, Lateef the Truth Speaker, Ben Harper und Marc Broussard mit von der Partie. Selberverständlich darf auch Jack Johnson nicht fehlen. Die Gästeliste legt schon nahe, dass es auf „Lemonade“ neben viel Folk, Blues und Soul auch HipHop gibt. Amerikanische Straßenromantik trifft auf traditionelle Hammondorgeln und modernen Rap. G. Love braucht wie auf „Banger“ mit Blackalicious und Lateef the Truth Speaker aber nicht zwei Rapper um Rap abzuliefern, sondern er hat selbst den Rhythmus im Blut. Sein Gesang erinnert an eine Mischung aus schmeichelndem Soul und würzigem Rhythm’n’Blues in knackigen Versen vorgetragen. Den größten Teil des Album gestaltet Garrett auf diese Art und Weise alleine mit seiner Band Special Sauce völlig mühelos unterhaltsam. Erst in der zweiten Hälfte müssen die großen Namen ran, Ben Harper und Marc Broussard auf „Let the Music Play“ und Jack Johnson auf „Rainbow“. Kein perfektes Album, aber ein unterhaltsames, das viel Spaß macht. Wertung 8/10.