In München wird gewöhnlicherweise Deutsch gerappt. Glammerlicious, Produzent von Main Concept, hat sich für sein Soloalbum aber etwas Besonderes ausgedacht und bringt uns vorzugsweise englischen Rap auf den Teller. Schließlich fehlt es ihm auch nicht an Connections: Features mit Cavalry Crew, Zook, Craig G, Bush Babees, Joy, Black Quarterbacks und Grand Agent, neben vielen anderen, hat er in den letzten sieben Jahren zusammengetragen. Trotzdem trägt das 14-Track Album die Handschrift von Glammerlicious. Smooth, jazzig und relaxt ist der Sound. Klar fehlt da auch der passende Oldschool-Flavour nicht. Fast könnte das Album als us-amerikanisches Underground-Werk durchgehen, doch mit Esther Adam auf dem Schlusstrack „Alles“ verzichtet die Scheibe dann doch nicht ganz auf die deutsche Sprache. Gut zu hören ist das Album. Vor allem Freunde amerikanischer Underground-Musik werden auf ihre Kosten kommen. Richtige Hits oder spektakuläre Parts hat „Laceration“ nämlich nicht zu bieten. Dazu ist es viel zu entspannt. Womit wir wieder in München wären. Wertung 7/10.