Zum letzten Mal haben Funkstörung eine Platte gemacht: Nach „Appendix“ werden sich Chris de Luca und Michael Fakesch anderen Projekten widmen. Zum Abschied haben Funkstörung ihre Archive nach alten, raren Remixen durchforstet, und zwölf Tracks aus den Jahren 1998 bis 2005 zusammengestellt. Es ist die dritte Remix Compilation nach „Additional Productions" (1999) und „Vice Versa" (2001). Funkstörung greifen auf das Material hochkarätiger Künstler zurück: So finden sich hier Remixe von Björks „All Is Full Of Love“, Lambs „Heaven“ oder Eniks „No Fire“. Alle Nummern sind in den unverwechselbaren, elektronisch-fiepsend-knisternden Funkstörung-Sound getaucht. Das Ergebnis liegt stets weit von den Originalen weg, unterscheidet sich aber auch deutlich von den regulären Funkstörung-Alben, da auf „Appendix“ noch eindeutig klare Songstrukturen erkennbar sind. Vertreten auf dem Album sind auch Nummern von Spacek, Raveonettes, Beanfield und Richard Devine. Ein netter Abschluss der Funkstörung-Ära, auch wenn sich Fans wohl ein richtiges Album gewünscht hätten. Wertung 7/10.