Knapp über ein Jahr nach „Navigator“ legen Funker Vogt bereits nach: „Aviator“ ist wie der Vorgänger ein Konzeptalbum und das Thema ist Krieg. Nicht ein bestimmter, vielmehr das Phänomen Krieg und die damit verbundene Erinnerung, die Probleme und das Leid. Passend dazu und zum Albumtitel bestimmen Fotografien alter Flugzeuge das Artwork und auch die meisten der 12 Tracks behandeln das Thema. „Blind Rage“ berichtet von vergangenen Kriegen während sich das aktuelle „Child Soldier“ wütend und traurig zugleich mit dem Elend der Kindersoldaten auseinandersetzt. In „Thanatophobia“ geht es um die Angst zu sterben, die rasenden 144 bpm verstärken die gehetzt-beklemmende Atmosphäre noch. Überhaupt ist „Aviator“ ein sehr schnelles Album, das im Gegensatz zu dem vom Klangbild eher einheitlichen „Navigator“ abwechslungsreich Sounds und Samples einsetzt. Trotz der ernsten Themen mangelt es nicht an tanzbaren Stücken wie „Paralyzed“ und „One“ mit ihrem stampfenden Beat oder dem Clubhit-Garant „City Of Darkness“. Insgesamt jedoch ein sehr düsteres, stellenweise schwer zugängliches Album, das vor allem Fans ansprechen dürfte. Wertung 7/10.