So begibt man sich als Hörer manch ein Mal in unbekannte Gefilde: Der Name Fischessen hat gereicht, um mir diese CD schmackhaft zu machen! Das Überfliegen der Releaseinformationen wirft dann noch den Namen einer Ex-Band „Les Hommes Qui Wear Espandrillos“ auf, der mir zwar musikalisch nix sagt aber dennoch mindestens genauso Interesse weckt. Was da weiter versprochen wird, ist eine Mischung aus Noisigem bis Melancholischem, garniert mit Filigranem – das Ganze entsteht aus einer Mischung aller strombetriebenen Instrumente und einem Schlagzeug und wird alleinverantwortlich von einem Herrn Jörg Schneider produziert. Nun aber ins Geschehen: Ja, Noise hör ich auch und drückend ist es auch. Da beginnt es oft mit einem Gitarrenriff und dem Schlagzeug, um daraufhin abzudriften in weitere Sounds, die meist wirr kombiniert werden um letztlich die Stimmung aufzubauen. Vorstellen kann man sich das als abstraktes Gemälde, ohne klassische Strukturen und Gesetzmäßigkeiten – die Musik ist weit weit weg vom Song. Ich für meinen Teil hab den Schritt nicht nehmen können, ich weiß nicht welche Stimmung gefragt ist und komme einfach nicht hinter die Magie der Klangwelten. Mir fehlten, wenn schon improvisiert wird, der Facettenreichtum des Jazz, wenn es schon Elektro ist, dann doch bitte einen Beat, wenn Stimmung, dann bitte Spannungsbögen. War nicht meins, ich kann mir allerdings vorstellen, dass dies wirken kann – bei Kennern des Genres, ebensolchen Gourmets der abstrakten Musik. Wertung 4/10.