Everything At Once - Everything At Once
Linus Entertainment VÖ: 19.01.2007
Die fünf Kanadier von “Everything At Once” sind in ihrem Heimatland bereits eine recht bekannte Größe in der dortigen Rock und Hardcore Szene. Nun findet ihr selbstbetiteltes Debüt- Album auch den Weg über den großen Teich nach Deutschland. Das Album zieren -neben einem schönen Rücken auf dem Front- Artwork elf Songs. Dass die Jungs dabei nicht gerade zimperlich sind, erkennt man bereits am Opener „Find My Own Place“. Schließlich ist das, was wir hier auf dem Album zu hören bekommen alles andere als weichgespülte Rockmusik. Die Musik von „Everything At Once“ sorgt für kompromisslosen Rock irgendwo zwischen Emo und Hardcore. Viel Bass, ein Schlagzeug wie der Schlag eines Hammers, kraftvolle Gitarrenriffs gepaart mit einer Stimme zwischen melodischen Textpassagen und kreischenden Refrains. So ambitioniert die fünf Musiker aus Hamilton auch sein mögen, leider kommt ihr Debüt etwas innovationslos herüber. Das Album ist gut- ohne Zweifel. Aber es fehlt der Funke, der es zu einem richtig tollen Album macht. Die Platte ist unheimlich vorhersehbar konzipiert: Zehn Tracks, einer wuchtiger als der andere und zum Schluss die für dieses Genre fast schon obligatorische Ballade („Medicate And Bleed“). Wer die CD nach dem letzten Song weiter laufen lässt und sich etwa drei Minuten geduldet, freut sich über einen Bonustrack, der nahtlos an die Songs eins bis zehn anknüpft. Wirkliche Reißer gibt es kaum. Nur „Carnivore“ (übrigens der zehnte Song) ist ein echt außergewöhnlich. Ansonsten bewegen sich die Songs im gesunden Mittelmaß. Etwas zwiespältig kann man das Debüt von „Everything At Once“ betrachten. Ihnen fehlt einfach das, was sie von der Masse der Hardcore- und Alternative- Bands abhebt. Dennoch sollte man den Jungs Zeit geben, sich zu entwickeln. Schließlich befinden sie sich erst am Anfang ihrer Karriere und „everthing at once“ gab es hier noch für niemanden. Geduld! Wertung 5/10.