Es war leise geworden um den einst lautesten deutschen HipHop-DJ und –Producer: DJ Tomekk. Nun kommt er abseits des Rampenlichts zurück, präsentiert die nächste Generation und verzichtet auf die Unterstützung eines Major-Labels. Tomekks Anliegen war es bei „The Nexxt Generation“ Künstlern aus dem Untergund eine Chance zu geben, und so entstand hier ein Mixtape mit 20 Tracks. Die Namen der vertretenen Künstler überraschen dann aber: Zwar finden sich mit Gregpipe, Pain & Said oder Tomekks neuem Singsternchen Yassmin (wo hat er Vanessa S. gelassen?) einige unbekannte Talente, Sentino, Bintia, Bushido & Chakuza, Aphrodelics (ja, die scheint s tatsächlich noch zu geben) oder Pat Cash passen aber nicht wirklich zu diesem Motto. Abgesehen von Bushido ist bei diesem Mixtape zwar nicht Deutschlands Rapelite am Start, aber echte Neuentdeckungen sind auch rar gesät. Das eigentliche Problem ist aber die Qualität der Tracks, bzw. der Beats. Gerade letztere sind deutlich oft langweilig wenn nicht gar miserabel. Dafür kann Tomekk zwar nicht direkt was – er war nur an vier Beats beteiligt – trotzdem aber ist er für diese Auswahl verantwortlich. Schade auch, dass die technisch guten Rapper Sentino und Bushido hier nur uninspirierte Zeilen ablassen. Insgesamt enttäuscht dieses Album nur, auch wenn einige gute Rapper wie Raks One oder Asek (Kaosloge) mit von der Partie sind. Aber ohne schlüssiges Konzept und gemeinsame Linie ist das nicht mehr als eine Werbeveranstaltung. Wertung 5/10.