“Yeah, wohoo, there’s something in the air.“, heißt es in „Pogo” von Idealism. Und das was da in der Luft ist, ist grell, laut, und rummst prächtig. „Digitalism“, dass sind die zwei Hamburger Produzenten Ismail Tuefekcis und Jens Moelle, die Musik ist bei ihnen ausschließlich elektronisch und ihr New Rave ist einfach übermächtig. New Rave, dass ist zugleich die Welle, welche die beiden trägt. Aber so passiv sind sie dabei gar nicht. Neben den aus Paris stammenden Mr. Oizo-Kumpanen Daft-Punk, Justice, oder Simian Mobile Disco gehören sie wohl zu den Pushern dieser Bewegung. Bereits ihre ersten selbstproduzierten 12“es „Zdarlight“ und „Jupiter Room“ entwickelten sich zu Club-Hits und brachten ihnen den Albumvertrag mit Kitsuné/Virgin ein. Nun liegt ihr erstes Album vor: „Idealism“. Dass ist geballter Rave mit Crossover-Affinität. Schon in „Pogo“, der Singleauskopplung, die mit eingängigen Indie-Grooves arbeitet, verweisen sie auf den vom Typ eher bodenständigen Rock. „Rock’n’Rave“ – um wieder so ein Definitionsungetüm zu bemühen – ist das also, was diese Stil-Eklektiker herbeizaubern. Da findet man auf dem Album eine Interpretation des Cure-Songs „Fire In Cairo“(hier unbenannt in „Digitalism in Cairo“), doch vermögen es die „Zdars“ von Idealism genauso Rave-Knüller wie „Jupiter Room“ rauszuhauen. Ungeschminkter hämmernder Disco-Sound, der selbst in der Stereoanlage zur Session wird. Wertung 9/10.