Diego – Diego
Rookie Records / Cargo Records VÖ 01.06.2007
Die offensichtlichste Assoziation ist hier Diego, Bremens Nummer 10, klar. Der Band wird dieser Vergleich wahrscheinlich jetzt schon auf die Nerven gehen, denn mit Werder Bremens genialem Regisseur haben die fünf Karlsruher natürlich nichts zu tun. Solange spielt der Brasilianer ja auch noch nicht bei den Werderanern, um mit seinem Zauberfussball deutsche Indiepop-Bands zur Namensgebung zu inspirieren. Vielleicht hätte sich die Band aus lokalpatriotischen Gründen eher „Federico“ nennen sollen, aber der wechselt ja jetzt nach Dortmund. Tja, die Namen „Joy Division“, „Interpol“ und „Editors“ waren ja leider auch schon vergeben – macht aber nichts, denn die Band hört sich auf ihrem Debütalbum trotzdem genauso an. Vom ersten bis zum letzten Song hört man hier den Einfluss dieser drei Bands heraus, sei es bei den Gitarren, dem Tempo der Songs, den Melodien, der Stimmung, oder dem Sänger – alles ist gleich. Dabei wissen einige Songs durchaus zu gefallen, aber wenn man beim Hören wirklich immerzu gezwungen wird an Joy Division und Konsorten zu denken? Parodistische Gründe für die Produktion dieses Album kann man wohl getrost ausschließen. Schade, mit einem Tick mehr Selbstständigkeit wäre hier eine Menge mehr möglich gewesen. Wertung 5/10.