Die Firma - Goldene Zeiten
White Rec. / Lacosamia / Sony BMG
VÖ: 03.08.2007
Die Firma hat gekämpft und sie hat überlebt. Die dreiköpfige Formation aus Köln hat andere Generationen von HipHoppern überlebt. Und Tatwaffe, Def Benski und Daniel Sluga schaffen es immer noch Charthits wie „Die Eine 2005“ zu schreiben. „Goldene Zeiten“ brechen mit dem fünften Album dennoch nicht an. Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Das neue Werk ist eines der beiden schwächeren der Firma, auch weil es keine neuen Akzente mehr setzen kann. Geschwollene Raps auf gewohnt dicker Produktion mit opulenten Samples, das Erfolgsrezept ist das gleiche geblieben. Doch was ist das Besondere an dem neuen Album? Die Themen zwischen Poesie und Apokalypse, zwischen HipHop und Außenseiterrolle, zwischen Liebe und Hass sind dieselben geblieben. Songs wie die Single „Glücksprinzip“ oder „Scheiss auf die Hookline II“ klingen wie schon mal dagewesen. Ein übergeordnetes Thema, ein roter Faden fehlt den „Goldenen Zeiten“. Zu oft das gleiche Schema, zu wenig neue Ideen mag man nach den 21 Tracks resümieren. Schlecht ist die neue Scheibe von Die Firma nicht, aber leider viel zu durchschnittlich und harmlos. Bleibt zu hoffen, dass mit Album Nummer 6 der Biss zurück kommt. Wertung 6/10.